Flucht vor Wassermassen

Welt / 03.03.2022 • 22:39 Uhr
Bei den Überflutungen sind bisher mindestens 13 Menschen gestorben. AFP
Bei den Überflutungen sind bisher mindestens 13 Menschen gestorben. AFP

Land unter im Osten Australiens: Hunderttausende sollen ihre Häuser verlassen.

Sydney Etwa 500.000 Menschen im australischen Sydney und der Umgebung könnten wegen Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen evakuiert werden. Bis Donnerstag waren sie entweder zur Evakuierung aufgerufen oder dazu, sich darauf vorzubereiten, vor den Wassermassen zu fliehen. Sintflutartige Regenfälle gingen über weiten Teilen der australischen Ostküste nieder. In der bevölkerungsreichsten australischen Stadt mit etwa fünf Millionen Einwohnern schwollen die Flüsse an.

Das australische Amt für Meteorologie warnte vor lebensbedrohlichen flutartigen Überschwemmungen und heftigen Winden. Schwere Überschwemmungen wurden entlang mehrerer Flüsse in Sydney und Umgebung erwartet. Dutzende Vororte waren in hoher Alarmbereitschaft. Evakuierungsanordnungen betrafen 200.000 Menschen, entsprechende Warnungen ergingen an 300.000 weitere. Der Premierminister von New South Wales, Dominic Perrottet, rief Anwohner dazu auf, die Anordnungen ernst zu nehmen. “Wir glauben, dass die Dinge schlimmer werden, bevor sie besser werden”, sagte er.

Besonders betroffen war die Stadt Lismore, die die schlimmsten Überflutungen in ihrer Geschichte verzeichnete. Zahlreiche Gebäude, Geschäfte und Straßen sind zerstört.

Situation bleibt angespannt

Auch im angrenzenden Queensland werde die Situation noch mindestens 24 bis 48 Stunden gefährlich bleiben, sagte die Regierungschefin der Region, Annastacia Palaszczuk und fügte hinzu: “Ich habe mein ganzes Leben in Brisbane gelebt, und ich habe noch nie solche Stürme und Überschwemmungen erlebt.” Auslöser für das Extremwetter war ein sich nur langsam bewegendes Tiefdruckgebiet. In einigen Gegenden hatte es innerhalb von wenigen Tagen so viel geregnet wie sonst in einem ganzen Jahr.