Vorwürfe gegen Wiener Polizei nach Protestcamp-Räumung

Welt / 07.04.2022 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In der Wiener Lobau soll es zu einem Polizeiübergriff gekommen sein.
In der Wiener Lobau soll es zu einem Polizeiübergriff gekommen sein.

Wien Im Zusammenhang mit der Räumung eines Protestcamps in der Wiener Lobau dürfte es vergangenen Dienstag zu einem Polizeiübergriff gekommen sein. Auf einem Video, das „LobauBleibt“ am Donnerstag öffentlich machte, ist zu sehen, wie mehrere Beamte einen jungen Burschen von einem Bagger ziehen. Plötzlich versetzt ein Beamter dem Mann einen Fußtritt. Dieser verliert darauf das Gleichgewicht, fällt vom Bagger und wird von unter bzw. vor dem Bagger befindlichen Beamten „aufgefangen“. Der Betroffene sei nicht nur ungesichert vom Bagger gezerrt worden, man habe ihn obendrein „mit einem Fußtritt aus über zwei Metern Höhe hinuntergestoßen“, hielten die Aktivistinnen und Aktivisten in einer Aussendung fest. Er sei „aus purem Glück“ unverletzt geblieben.

„Die Räumung des besetzten Baggers wurde durch Beamte der WEGA unter größtmöglicher Schonung der Personen durchgeführt“, hielt dem die Landespolizeidirektion in einer auch auf Twitter verbreiteten Medienmitteilung entgegen. Um Verletzungen vorzubeugen, hätten Beamte die Aktivistinnen und Aktivisten „bei der Bergung über die gesamte Zeit gesichert“.

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