Guru möchte die Erde retten

Welt / 06.05.2022 • 22:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sadhguru war schon quer durch Europa unterwegs und trifft sich immer wieder mit Influencern, Politikern und Vertretern der Vereinten Nationen. Reuters
Sadhguru war schon quer durch Europa unterwegs und trifft sich immer wieder mit Influencern, Politikern und Vertretern der Vereinten Nationen. Reuters

Sadhguru nimmt 30.000 Kilometer lange Motorradreise auf sich, um Leute „aufzuwecken“.

Neu-Delhi Ein bekannter indischer Guru will 100 Tage lang mit seinem Motorrad von Land zu Land fahren – um Leute „aufzuwecken“. Er wolle dafür sorgen, dass ein Desaster abgewendet wird, wie er im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur sagt. Es geht ihm um die Gesundheit der Erde. Auf dieses Thema machen ebenfalls die Vereinten Nationen aufmerksam, die auch gegen die Wüstenbildung kämpfen. Nach ihren Angaben ist rund ein Drittel der Erde auf der Welt degradiert, wertvolle Nährstoffe fehlen. Bis 2050 könne dies sogar bei 90 Prozent der Erde der Fall sein. Und der Guru will nun, dass dies mehr Leuten bewusst wird und Politiker handeln.

Es gehe auch um Lebensmittelsicherheit, sagt Sadhguru, der eigentlich Jagadish Vasudev heißt. Sadhguru war schon quer durch Europa unterwegs, unter anderem in Berlin, Köln und Wien. Immer wieder tritt er auf, auch mit Influencern. Er trifft Politiker und Vertreter der Vereinten Nationen. Aber warum ist er mit dem Motorrad unterwegs, wenn er sich so für Nachhaltigkeit einsetzt? „Das ist hier nicht Umweltschutz, das ist ein menschliches Herz, das für das Leben um uns herum schlägt“, sagt er. „Sollte ich fliegen? Wäre das besser? Sollte ich mit einem Auto fahren? Wäre das besser? Oder möchten Sie, dass ich mit meinen 65 Jahren 30.000 Kilometer mit dem Fahrrad fahre?“ Solche Kritik lässt er nicht gelten.

Junge Menschen inspirieren

Er wolle die Leute mit seiner Aktion aus ihrer Trägheit herausbringen. Auch glaubt er, mit dem Motorrad und mit Musik bei seinen Veranstaltungen gerade junge Menschen zu inspirieren. „Ich möchte sicherstellen, dass wir als Generation kein Desaster sind“, sagt der Guru. Würde jetzt in den kommenden 15, 20 Jahren gehandelt, könnte ein Desaster abgewendet werden.