Fälle von Affenpocken nehmen zu

Welt / 20.05.2022 • 22:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Affenpocken-Virus ruft meist nur recht mildeSymptome hervor, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen.
Das Affenpocken-Virus ruft meist nur recht mildeSymptome hervor, kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen.

Erste Infektion in Deutschland. Österreich rüstet sich für mögliche Erkrankungen.

München, Wien Die Affenpocken breiten sich weiter aus. Am Freitag wurde ein erster Fall aus Deutschland gemeldet, ebenso aus Australien und Frankreich. Zwei erste Infektionen wurden auch in Belgien bekannt. Der flämische Sender VRTNWS berichtete, dass beide Patienten dieselbe Party besucht hätten. Die Zahl nachgewiesener Affenpocken-Fälle sind in Spanien auf 30 gestiegen, in Italien kamen zwei weitere dazu. Beim ersten gemeldeten Affenpocken-Patienten in Deutschland handelt es sich um einen aus Brasilien stammenden 26-Jährigen, gab das bayerische Gesundheitsministerium bekannt. Er sei von Portugal über Spanien nach Deutschland gereist und seit etwa einer Woche in München.

In Österreich ist bisher kein Fall der Affenpocken gemeldet worden. Die Gesundheitsbehörden bereiten sich aber auf mögliche Infektionen vor: Das Contact Tracing soll im Fall des Falles mit Anfang kommender Woche startklar sein. Die WHO hat zu einer Nachverfolgung aller Kontakte von Infizierten aufgerufen

Großbritannien kauft Impfstoff

Nach mittlerweise insgesamt 20 Nachweisen von Affenpocken-Infektionen hat Großbritannien einem Bericht zufolge Pocken-Impfstoff eingekauft, der einen gewissen Schutz gegen die Erkrankung bieten soll. Eine Sprecherin der britischen Gesundheitsbehörde sagte, das Vakzin solle Menschen mit höherem Risiko einer Infektion angeboten werden.

Die Affenpocken breiten sich weiter aus. reuters
Die Affenpocken breiten sich weiter aus. reuters