Erste Klima-Kipppunkte könnten bis 2030 erreicht werden

Welt / 09.09.2022 • 22:53 Uhr
Der Grönländische Eisschild könnte auch ohne Temperaturerhöhung abschmelzen.  AP
Der Grönländische Eisschild könnte auch ohne Temperaturerhöhung abschmelzen.  AP

Exeter Bis 2030 könnten vier Kipppunkte für das Weltklima erreicht werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse einer internationalen Gruppe von Klimaforschenden. Zwei dieser Kipppunkte betreffen den Grönländischen Eisschild beziehungsweise den westantarktischen Eisschild. Die Überschreitung der Schwelle könnte zu einer Dynamik führen, die die Eisschilde auch dann weiter abschmelzen lässt, wenn sich die Temperatur auf der Erde nicht weiter erhöht. Die Forscher definieren Kipppunkte als eine kritische Schwelle, an der eine winzige Störung den Zustand oder die Entwicklung eines Systems qualitativ verändern kann.

Die Forscher halten fest, dass beim Erreichen einer Erderwärmung von durchschnittlich 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vier Kipppunkte erreicht werden: bei den erwähnten Eisschilden, beim Absterben der tropischen Korallenriffe und beim Tauen des Permafrost-Bodens.