Schweizer Gletscher dieses Jahr so stark geschmolzen wie noch nie

Welt / 28.09.2022 • 22:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch an den höchsten Messpunkten wie am Jungfraujoch gibt es deutliche Verluste.
Auch an den höchsten Messpunkten wie am Jungfraujoch gibt es deutliche Verluste.

Bern So stark geschmolzen wie in diesem Jahr sind Schweizer Gletscher noch nie: Mehr als sechs Prozent des Eisvolumens gingen 2022 verloren. Die Gründe dafür sind einerseits wenig Schnee im Winter und andererseits anhaltende Hitzewellen im Sommer. Das Abschmelzen übertrifft die bisherigen Rekorde aus dem Hitzesommer 2003 deutlich, wie es im Bericht der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz heißt. Die Gletscher haben demnach in diesem Jahr rund drei Kubikkilometer Eis verloren. Das sind mehr als sechs Prozent des verbleibenden Volumens.

Besonders einschneidend war der Eisverlust für kleine Gletscher: Der Pizolgletscher im Kanton St. Gallen, der Vadret dal Corvatsch in Graubünden und der Schwarzbachfirn in Uri sind nahezu verschwunden. Im Engadin und im südlichen Wallis wiederum verschwand auf 3000 Metern eine Eisschicht von vier bis sechs Metern Dicke. Selbst an den allerhöchsten Messpunkten wie am Jungfraujoch wurden deutliche Verluste gemessen.

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