Klimawandel bringt Wale in Not

Welt / 03.10.2022 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Verlagerung des Lebensraums der Pottwale und Blauwale Richtung Antarktis wird laut Studie die Funktion der Ökosysteme rund um Neuseeland beeinträchtigen. Reuters
Die Verlagerung des Lebensraums der Pottwale und Blauwale Richtung Antarktis wird laut Studie die Funktion der Ökosysteme rund um Neuseeland beeinträchtigen. Reuters

Neuseelands Blau- und Pottwale wandern wegen Erwärmung südwärts.

Wellington Die Blau- und Pottwale in den Gewässern rund um Neuseeland werden bei anhaltender Klimaerwärmung südwärts in kühleres Wasser abwandern. Das zeigt eine von der Universität Zürich, den Universitäten Massey und Canterbury in Neuseeland sowie der Finders Universität in Australien erarbeitete Studie. Der für Blau- und Pottwale geeignete Lebensraum dürfte sich dadurch im schlimmsten Fall um 61 und im besten um 42 Prozent verringern. Betroffen wären hauptsächlich die nördlichen Gewässer Neuseelands.

Ökologische Auswirkungen

Gerade Inselnationen wie Neuseeland sind gemäß der Studie sehr anfällig für den Klimawandel und damit verbundene Veränderungen im Ozean. Pottwale etwa sind in Neuseeland Touristen-Magnete und damit Wirtschaftsfaktoren.

Neben dem ökonomischen sind auch die ökologischen Auswirkungen des Verschwindens der Großwale aus einem Lebensraum beträchtlich, weist die Studie weiter aus. Die Wale spielen in der Nahrungskette eine wichtige Rolle. So bringen sie etwa Nährstoffe aus tieferen Meeresschichten an die Oberfläche. Zudem befördern sie diese Stoffe auf ihrer Wanderung zwischen Fress- und Kalbgebieten über mehrere Breitengrade weiter. Die Verlagerung des Lebensraums der Blau- und Pottwale Richtung Antarktis wird damit die Funktion der Ökosysteme rund um Neuseeland beeinträchtigen und möglicherweise ökologische Prozesse destabilisieren, heißt es weiter.

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