Istanbul: Syrische Frau gesteht Anschlag in Einkaufsstraße

Welt / 14.11.2022 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Trauer und Betroffenheit in Istanbul nach dem Anschlag. afp
Trauer und Betroffenheit in Istanbul nach dem Anschlag. afp

ankara Die türkische Polizei hat nach dem Bombenanschlag in Istanbul eine Frau aus Syrien mit Verbindungen zu militanten Kurden festgenommen. Sie habe gestanden, den Sprengsatz in der populären Fußgängerpassage Istiklal gelegt zu haben, bei dessen Explosion sechs Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden, teilte die Polizei mit. Videoaufnahmen von rund 1200 Sicherheitskameras in der von Geschäften und Restaurants gesäumten Straße wurden ausgewertet. Die Verdächtige habe den Tatort mit einem Taxi verlassen, nachdem sie den Sprengsatz abgelegt habe. An 21 Orten seien mindestens 46 Personen festgenommen worden, um befragt zu werden.

Der türkische Innenminister Süleyman Soylu sagte, ersten Ermittlungen zufolge seien kurdische Rebellen für den Anschlag verantwortlich. Die Beweise deuteten auf die kurdische Arbeiterpartei PKK und ihren syrischen Ableger, die PYD. Die PKK wies die Verantwortung hingegen zurück.

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