Meilenstein für Schutz von Haien

Welt / 18.11.2022 • 21:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mehrere Haiarten sind stark gefährdet oder bereits vom Aussterben bedroht. Jetzt sollen sie stärker geschützt werden.afp
Mehrere Haiarten sind stark gefährdet oder bereits vom Aussterben bedroht. Jetzt sollen sie stärker geschützt werden.afp

60 Haiarten werden zum ersten Mal unter internationalen Schutz gestellt.

Panama-Stadt Bei der Weltartenkonferenz Cites in Panama ist ein Durchbruch beim Schutz von Haien erzielt worden. Nach langem Tauziehen wurden am Donnerstag (Ortszeit) 60 Haiarten zum ersten Mal unter internationalen Schutz gestellt. Umweltschutzorganisationen sprachen von einem Meilenstein für den Schutz dieser Meerestiere. Die Entscheidung muss kommende Woche noch im Plenum der Konferenz bestätigt werden. Seit Montag tagen in Panama die 184 Vertragsstaaten des Cites-Artenschutzübereinkommens. Ziel der Konvention ist, den internationalen Handel mit wildlebenden Tieren und Pflanzen so zu begrenzen, dass das Überleben gefährdeter Arten gesichert ist. Künftig sollen 54 Requiemhaie und sechs weitere Hammerhaie nur noch nachhaltig gehandelt werden dürfen. Bisher waren wenige Haiarten unter Cites geschützt. Haie werden wegen ihrer Flossen und ihres Fleisches gejagt und international gehandelt.

„Gänsehautmoment“

Besonders hitzig war die Diskussion um die Requiemhaie, darunter der kommerziell wichtige Blauhai. „Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir in den kommenden Jahrzehnten alle diese ikonischen Arten und Spitzenraubtiere verlieren“, sagte Panamas Vertreterin. Die Umweltstiftung WWF sprach von einem „Gänsehautmoment“ für Artenschützer. „Das ist eine historische Entscheidung für die Gesundheit der Meere. Denn Haie sind unverzichtbare Schlüsselarten“, sagte WWF-Expertin Heike Zidowitz. Bis zur finalen Abstimmung komme es darauf an, dass die Vertragsstaaten sich nicht noch umstimmen ließen.

In Panama wird über den Schutzstatus von 600 Wildarten entschieden. Am Donnerstag wurde auch der Schutz von 120 Baumarten verbessert.

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