2500 tote Robben am Kaspischen Meer: Schwierige Ursachensuche

Welt / 05.12.2022 • 22:46 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Die Kadaver wurden an verschiedenen Stellen der Küste gefunden. ap
Die Kadaver wurden an verschiedenen Stellen der Küste gefunden. ap

Machatschkala Nach dem Fund von rund 2500 toten Robben am Kaspischen Meer in der russischen Teilrepublik Dagestan ist die Ursache für das größte Massensterben seit zehn Jahren unklar. Wissenschaftler würden die Kadaver der geschützten Tiere im Nordkaukasus obduzieren, sagte die Leiterin der russischen Naturschutzbehörde Rosprirodnadsor, Swetlana Radionowa. Es gebe Hinweise darauf, dass die Tiere an Sauerstoffmangel verendet seien. Laut der Beamtin könnte austretendes Gas zu der Katastrophe geführt haben. Die Tiere könnten also erstickt sein. Naturschützer hingegen halten es für unwahrscheinlich, dass so viele Tiere auf einmal durch Sauerstoffmangel sterben. Sie vermuten eher ein Virus als Ursache. Anzeichen äußerer Gewaltanwendung, etwa durch Wilderer, gebe es laut Radionowa aber jedenfalls nicht.

Die Ursachensuche auf hoher See ist wegen stürmischen Wetters nicht einfach.

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