Aufatmen in Dresden

Welt / 18.12.2022 • 22:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Diebe hatten Schmuckstücke im Gesamtwert von über 113 Millionen Euro gestohlen. AFP
Die Diebe hatten Schmuckstücke im Gesamtwert von über 113 Millionen Euro gestohlen. AFP

Nach drei Jahren wurde der Großteil der Beute aus dem Grünen Gewölbe sichergestellt.

Dresden Lange schien es so, als seien die aus dem Grünen Gewölbe in Dresden geraubten Juwelen und Schmuckstücke für immer verloren. Drei Jahre lang tauchte die wertvolle Beute nicht wieder auf. Doch am Samstag überraschten Staatsanwaltschaft und Polizei mit einer frohen Kunde: Ein Großteil der historischen Stücke wurde in Berlin sichergestellt. Der Rückgabe der Beute liegt allem Anschein nach ein Deal zwischen den mutmaßlichen Dieben und der Justiz zugrunde. Seit Anfang des Jahres läuft in Dresden ein Prozess gegen sechs Tatverdächtige. Die jungen Männer gehören zu einer arabischstämmigen Großfamilie aus Berlin. Nach Angaben der Ermittler gingen der Sicherstellung der Beute Sondierungsgespräche mit den Anwälten der Angeklagten voraus. Weitere Angaben zu dem eventuellen Deal seien derzeit nicht möglich.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und ihre Generaldirektorin Marion Ackermann zeigten sich erleichtert. Wenn man so eine Nachricht am Tag vor dem vierten Advent bekomme, dann glaube man an ein “Weihnachtswunder”.

Der Einbruch am frühen Morgen des 25. November 2019 war einer der spektakulärsten Kunstdiebstähle in Deutschland. Die Täter schlugen mit einer Axt Löcher in eine Vitrine und rissen die Juwelen heraus. Sie stahlen Schmuckstücke mit insgesamt 4300 Diamanten und Brillanten im Gesamtwert von über 113 Millionen Euro. Nach Angaben der Ermittler sind nun etliche Schmuckstücke wieder da.

Die gesicherten Stücke wurden in Begleitung von Spezialkräften der Polizei nach Dresden gebracht. Dort sollen sie zunächst kriminaltechnisch untersucht werden. Anschließend sollen Fachleute sie auf Echtheit und Vollständigkeit prüfen. Das werde einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte SKD-Sprecher Holger Liebs am Sonntag.

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