Gegen Wildpinkler: Venezianer ­vermietet sein WC für einen Euro

Welt / 05.05.2023 • 22:15 Uhr
Die Stadt Venedig kämpft seit Jahren gegen den Touristenansturm. afp
Die Stadt Venedig kämpft seit Jahren gegen den Touristenansturm. afp

Venedig Gegen die Angewohnheit von Touristen, vor seiner Haustüre in Venedig zu urinieren, hat ein 20-jähriger Mann zu Gegenmaßnahmen gegriffen. Er hängte einen Zettel an seine Haustüre mit der Aufforderung: “Pinkeln Sie nicht auf die Straße, für einen Euro leihe ich Ihnen meine Toilette!”. Er hatte genug von dem üblen Geruch, der durch sein Fenster in der Nähe der Anlegestelle Sant’Angelo, hereinkam. In den drei Tagen, in denen der Zettel an seiner Türe hing, erhielt Daniele Lucentini den Besuch einiger Touristen, die seine Toilette nutzten. Einwohner der Stadt warfen dem Mann vor, mit seiner Initiative Geld verdienen zu wollen. Andere gaben zu, dass der Mangel an öffentlichen Toiletten die Ursache für die schlechte Angewohnheit vieler Touristen sei. Die Stadt Venedig hat in den vergangenen Jahren die Sanktionen bei Verstößen gegen die öffentliche Ordnung verschärft. Beim Wildpinkeln droht eine Strafe von bis zu 3300 Euro.