Ohne Pferde geht nichts

Wetter / 20.08.2014 • 18:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bettina Dür-Lehner ist sichtlich stolz auf ihre Zucht. Foto: Scheidecker
Bettina Dür-Lehner ist sichtlich stolz auf ihre Zucht. Foto: Scheidecker

Bettina Dür-Lehner lädt Österreichs Elitespringreiter zum sportlichen Stelldichein.

Pferdesport. (VN-sjb) Die Begeisterung für den Pferdesport wurde Bettina Dür-Lehner in die Wiege gelegt. Nach Jahren als aktive Reiterin hat sie sich 2011 ihren privaten Traum mit dem Bau der eigenen Reitanlage im Harder Rheinvorland verwirklicht. In elf Monaten wurde auf fünf Hektar Land ein Paradies für Pferd und Reiter errichtet, das jedem internationalen Vergleich standhält. Insgesamt 40 Boxen, alle mit Paddock ausgestattet, eine Reithalle (25 x 60 m) und ein Außenplatz (78 x 54 m) machen das Reitsportzentrum Hard zu einem Aushängeschild im Ländle-Reitsport.

Aufgrund der idealen Bedingungen gelang es erstmals, die Bundesländermannschaftsmeisterschaften hinter den Arlberg zu holen. „Ich wusste, dass da viel Arbeit auf mich zukommt. Aber schlussendlich ging es mir darum, etwas für den Reitsport im Land zu tun.“ Von morgen bis Sonntag kommt es somit zum Stelldichein der nationalen Elite beim RZH.

Alle ziehen an einem Strang

Seit Monaten ist die Familie Dür-Lehner mit den Vorbereitungen des Events beschäftigt. Gatte Harald ist für die Infrastruktur zuständig, Tochter Chiara kümmert sich um die Pressebetreuung, Cousine Carola reitet in der Ländle-Equipe mit, und auch sonst hilft alles mit, was an Freunden und Familie mobilisiert werden kann. „Der Aufwand ist schon enorm“, gibt die zweifache Mutter zu. „Wir haben über 200 Boxenzelte aufgestellt, es braucht Duschen, Platz für die Wohnwagen, die Transporter. Einzig das Catering haben wir aufgrund der fehlenden Manpower ausgelagert.“ Neben dem sportlichen Wettstreit ist es der Turnierleiterin auch ein Anliegen, dem Reitsport im Ländle einen Impuls mit gesellschaftlichem und familiärem Hintergrund zu verleihen. „Heutzutage geht es bei Reitsportveranstaltungen so ehrgeizig zu, dass oft nicht einmal mehr Zeit für die gebührenden Siegerehrungen bleibt. Genau das will ich verhindern. Der Pferdesport soll wieder Spaß machen“, beschreibt die begeisterte Züchterin ihr Ansinnen. Daneben verfolgt die 46-Jährige jedoch auch immer mit besonderem Interesse und Hingabe das ganze Jahr über auch das Abschneiden ihrer eigenen Pferde auf Turnieren. „Früher bin ich selbst geritten. Heute freut mich das Züchten einfach mehr“, erzählt sie. Meist kommen die Fohlen dann „zu Hause“ in Hard auf die Welt, bevor sie zur Aufzucht auf die saftigen Weiden des Allgäus kommen.

Kein Leben ohne Pferde

Und was macht Dür-Lehner, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, Turniere zu organisieren oder sich um das Management der Anlage zu kümmern? Dann geht sie die paar Meter von ihrem Büro bis in den kleinen, aber feinen Shop im RZH, wo es alles gibt, was Pferde und Reiter begehren. 365 Tage im Dienste des Pferdesports. Aber da das größte Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde liegt, ist die Harderin diesem verdientermaßen meist sehr nahe. „Ja, ich glaube, ich lebe meinen ganz persönlichen Traum. Ich könnte mir ein Leben ohne Pferde nicht vorstellen.“

Ja, ich glaube, ich lebe meinen ganz persönlichen Traum.

Bettina Dür-Lehner
Bettina Dür-Lehner ist sichtlich soltz auf ihre Zucht.  Foto: Scheidecker
Bettina Dür-Lehner ist sichtlich soltz auf ihre Zucht. Foto: Scheidecker

Zur Person

Bettina Dür-Lehner

Die 46-jährige Harderin ist Pferdezüchterin und Geschäftsführerin des Reitsportzentrums Hard.

Geboren: 6. Juli 1968

Familie: verheiratet mit Harald, Sohn Philipp (29) und Tochter Chiara (22)

Ausbildung: gelernte Fotografin

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