Ein echter Tausendsassa

Wetter / 22.08.2019 • 18:35 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der Laternser freut sich auf seinen Einsatz in Lausanne. Privat
Der Laternser freut sich auf seinen Einsatz in Lausanne. Privat

Mathias Nesensohn ist beim Trans Vorarlberg als Helfer im Einsatz.

Laterns Wenn am Sonntag um acht Uhr die ersten Starter des Trans Vorarlberg in Bregenz ins Wasser springen, wartet der Laternser Mathias Nesensohn bereits gespannt im Zielbereich in Lech. Seit vier Jahren ist Nesensohn beim größten Vorarlberger Triathlon als Helfer im Einsatz. Die ersten beiden Jahre unterstützte er die Arbeiten für das Branding im Zielort Lech, ehe er das Zepter vom damaligen Teamleiter Armin Böhler selbst in die Hand nahm. Mittlerweile hat der 39-Jährige ein Team von fünf bis sechs Leuten, mit denen er am Vortag die komplette Beschilderung des Zielbereichs aufbaut. Zudem ist er für das Anbringen der Sponsorenplakate sowie das Branding im VIP-Bereich verantwortlich. „Wir bauen sozusagen alles auf, was am Sonntag in Lech bunt ist“, so der gelernte Elektrotechniker über seine Aufgabe. Am Wettkampftag heißt es dann früh aufstehen, denn Nesensohn muss am frühen Morgen kontrollieren, ob alle Plakate noch hängen oder ob welche aufgrund des Wetters neu montiert werden müssen. Dies gilt auch für diverse Gitter und Absperrungen im Zielbereich, denn spätestens ab zehn Uhr geht es rund in Lech, wenn schon bald die amtierende Weltmeisterin Daniely Ryf und viele andere bekannte Größen im Triathlonsport erwartet werden.

Vom Kraftsport zum Triathlon

Nesensohn selbst ist seit drei bis vier Jahren ein begeisterter Triathlet, und das obwohl er ursprünglich aus dem Kraftsport bzw. Strongman-Sport kam. „Früher habe ich Kraftsport betrieben, bis ich einmal als Radfahrer bei einer Triathlon-Staffel in Lustenau dabei war. Dadurch wurde meine Begeisterung zum Triathlon geweckt, die bis heute anhält“, erklärt der Laternser seine Anfänge im Dreikampf. „Durch meine Begeisterung zum Triathlon habe ich die Veranstalter des Trans Vorarlberg kennengelernt, und so kam ich dazu, beim Trans mitzuhelfen“, so Nesensohn.

Obwohl er erst am vergangenen Wochenende die Große Heldenwertung (29 km, 2300 Höhenmeter) bei der Trailchallenge in Lech, bei der die legendäre Strecke des Weißen Rings in umgekehrter Richtung gelaufen wird, mit Bravour absolvierte, steht Nesensohn in zwei Wochen bereits beim großen Finale der World-Triathlon-Series in Lausanne am Start. Die Qualifikation dafür hat der für das Tri Team Lustenau startende 39-Jährige beim diesjährigen Bregenz Triathlon geschafft. In Lausanne stehen für ihn über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen) vor allem der Spaß und das Erlebnis an erster Stelle. „Ich will auf jeden Fall durchkommen und dabei so viel Spaß wie möglich haben. Ich freue mich, bei so einem großen Event dabei zu sein und werde versuchen, es zu genießen“, freut sich der Laternser auf das bevorstehende Highlight.

Bereits im kommenden Jahr will der Laternser in Klagenfurt seine erste Triathlon-Langdistanz absolvieren.

Hobby zum Beruf gemacht

Neben seiner gelernten Tätigkeit als Elektrotechniker ist Nesensohn auch selbständig als Wanderführer, Bike Guide, Personal Trainer und Filmproduzent tätig. Ein echter Tausendsassa sozusagen. „Ich bin einfach sehr gerne in den Bergen unterwegs, deshalb bin ich auch bei der Trailchallenge in Lech an den Start gegangen.

Obwohl der Fokus derzeit voll auf dem Triathlon liegt, möchte ich einmal im Jahr einen Trailrun absolvieren“, so Nesensohn über die Entscheidung, zwei Wochen vor der Weltmeisterschaft den Weißen Ring zu laufen.

Dieses Wochenende gilt sein Fokus aber voll und ganz dem Trans Vorarlberg und dabei besonders dem Zielort Lech, für dessen Branding er ja bekanntlich verantwortlich ist. SB

Zur Person

Mathias Nesensohn

ist beim Trans Vorarlberg für das Branding im Zielort Lech verantwortlich.

Geboren 1. Juni 1980

Wohnort Laterns

Familie ledig

Beruf Elektrotechniker, Wanderführer, Bikeguide, Personal Trainer, Filmproduzent