Affen kreischen sich präzise Warnungen zu

Wissen / 06.09.2013 • 16:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Schwarzstirn-Springaffen warnen vor Gefahr.
Die Schwarzstirn-Springaffen warnen vor Gefahr.

St. Andrwews. (VN) „Achtung, oben im Baum lauert ein Greifvogel“. Oder: „Vorsicht, unten am Boden schleicht ein Räuber herum.“ Solch präzise Warnungen rufen Schwarzstirn-Springaffen ihren Artgenossen zu, wenn ein Feind in der Nähe ist, berichtet ein internationales Forscherteam der britischen Royal Society.

Die Schwarzstirn-Springaffen leben in den Wäldern Brasiliens, gewöhnlich in Gruppen aus einem Elternpaar und ihrem Nachwuchs. Bei Gefahr warnen sich die Tiere mit lauten, sehr schrillen Tönen. Eingesetzt werden vor allem die A-Rufe, um vor Raubvögeln zu warnen, und B-Rufe, um Alarm vor Räubern am Boden zu schlagen. Um die Komplexität der Rufe zu untersuchen, bedrohten die Forscher um Christiane Cäsar von der University of St. Andrews in Großbritannien Gruppen von Schwarzstirn-Springaffen mit Attrappen von einer Tigerkatze und einem Raubvogel. Sie präsentierten die Tierattrappen entweder in den Baumkronen oder am Boden. Die Affen reagierten darauf zuverlässig mit ihrem Warn-Gekreische. Sahen sie einen Raubvogel in den Baumwipfeln, produzierten sie A-Rufe. Vor der Tigerkatze am Boden warnten sie mit B-Rufen. Saß der Raubvogel am Boden, kombinierten die Affen A-Rufe mit B-Rufen. Sahen sie eine Tigerkatze im Baum, begannen sie die Warnung mit einem A-Ruf und wechselten dann zu B-Rufen.