Ambroise Paré
Der Franzose gilt als Wegbereiter der modernen Chirurgie, fand neue Behandlungsmethoden von Schusswunden, Knochenbrüchen und Amputationen, erfand die Maden-Therapie, entwickelte eine Methode zur Leichenkonservierung. Paré operierte die französischen Könige Heinrich II., Franz II., Karl IX. und Heinrich III.
Geboren wurde Ambroise Paré um das Jahr 1510. Genau weiß man das nicht. Nach seiner Ausbildung zum „Barbier-Chirurgien“ (französische Bezeichnung für den historischen Beruf des deutschen Baders) im Hôtel-Dieu de Paris – dem ältesten Krankenhaus der Hauptstadt Frankreichs – war er als Militärchirurg auf vielen Schlachtfeldern im Einsatz. Dort wurde er mit Verletzungen durch die neuartigen Feuerwaffen konfrontiert, die auch viele Amputationen notwendig machten. Paré entwickelte die Arterienligatur bei Amputationen und führte diese 1552 ein. 1561 erschien sein Werk „Universal-anatomie des menschlichen Körpers“. Sein Werk „Opera chirurgica“ wurde posthum 1594 veröffentlicht.
Paré zeugte mit zwei Ehefrauen insgesamt neun Kinder, von denen sechs kurz nach der Geburt oder im Kindesalter starben. Er selbst verschied am 20. Dezember 1590 in Paris.