. . . den Ur-Nerd?

Wissen / 06.06.2014 • 15:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der 19121 geborne Brite Alan Turing entwickelte IT-Technik, die den Zweiten Weltkrieg um zwei Jahre verkürzte. Und er war der Stammvater der Nerds.

Turing war schon als Student Einzelgänger. Die Menschen sah er als rosafarbenes Gebilde mit charakteristischen Daten. Das Erfinden geheimer Codes wurde zum Hobby des Mathematikers, Codeknackers, Pioniers der Computertechnologie.

1939 wurde er in den Kampf gegen Nazi-Deutschland einberufen. Einen Tag nach dem Kriegseintritt Großbritanniens rief man ihn nach Bletchley Park, einem geheimen Treffpunkt der Geistes-
elite im Dienst der Streitkräfte. Es ging um die Entschlüsselung der deutschen Enigma-Chiffriermaschine. Das verschrobene Genie machte bahnbrechende Erfindungen, darunter die Turing-Bombe, die Tausende verschlüsselte Nachrichten der Deutschen knackte. Turing wurde aber nicht als Held gefeiert, sondern galt als Risiko und wurde unterschätzt. 1945 zeichnete er Pläne, aus denen der erste moderne Computer hätte werden können, hätte man ihm die nötigen Mittel bewilligt. 1948 kündigte er die Entwicklung der künstlichen Intelligenz und der neuronalen Netze an. 1950 schrieb er eines der ersten Computerprogramme. Sein Leben endete mit einem Sittenskandal, Zwangskastration und Selbstmord. Er starb 1954.

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