. . . Dübel und Blitzlichtwürfel?

Wissen / 20.06.2014 • 15:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Artur Fischer wurde am 31. Dezember 1919 in Tumlingen (Baden-Württemberg) als ältester Sohn eines Schneiders geboren und ist gelernter Bauschlosser. Er hat schon früh geahnt, dass Erfindergeist in ihm schlummert. Er hatte immer im Kopf, Ingenieur werden zu wollen. Der heute 94-jährige Tüftler ist mit über 1100 Patenten und Gebrauchsmustern einer der erfolgreichsten Erfinder aller Zeiten. Zu seinen bekanntesten Erfindungen zählen der 1958 auf den Markt gebrachte S-Dübel aus Polyamid, das „fischertechnik“-Baukastensystem und ein Blitzlichtgerät für Fotoapparate mit synchroner Auslösung. Eine weitere Erfindung war beispielsweise ein Dübel zum Fixieren von Knochenbrüchen.

Das 1948 von ihm gegründete Unternehmen übergab er 1980 an seinen Sohn Klaus. Allein im Werk Waldachtal-Tumlingen werden täglich mehr als zehn Millionen Dübel produziert.
In diesem Jahr ist der Tüftler einer von fünf Preisträgern, die das Europäische Patentamt (EPA) mit dem begehrten „Innovations-Oscar“ auszeichnet. Für fast ein Jahrhundert voller Forschungsgeist ist Deutschlands „Dübel-König“ kürzlich mit dem Europäischen Erfinderpreis geehrt worden.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.