. . . Computer?

Wissen / 08.08.2014 • 11:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der 1910 in Deutsch-Wilmersdorf bei Berlin geborene Bauingenieur Konrad Zuse gilt als Erfinder des Computers. Als 17-Jähriger studierte Zuse an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg zunächst Maschinenbau, wechselte dann zur Architektur und schließlich zum Bauingenieurswesen, das er 1935 abschloss. Danach arbeitete er als Statiker bei den Henschel-Flugzeug-Werken in Schönefeld. Diese Stelle gab er aber bald auf und richtete eine Erfinderwerkstatt in der Wohnung seiner Eltern ein. Hier entwickelte er die Z1, eine programmierbare Rechenmaschine, die allerdings noch nicht voll funktionsfähig war, weil sie mechanisch funktionierte.

Das Prinzip der Z1 übernahm Zuse dann für die mit drei logischen Schaltungen und 2600 Relais ausgestattete Z3 – der erste voll funktionstüchtige, programmierbare Rechner der Welt. Mit diesem am 12. Mai 1941 der Öffentlichkeit vorgestellten Rechner begann das digitale Zeitalter. Innerhalb von nur 70 Jahren hat der Computer nahezu alle Lebensbereiche revolutioniert.

Während des Zweiten Weltkrieges hatte Zuse zwar an keinen Kampfhandlungen teilgenommen, aber an der Gleitbombe Hs 293 mitgearbeitet, die eine Kombination aus fliegender Bombe und Torpedo war. Er entwickelte Spezialrechner zur Flügelvermessung. Konrad Zuse verstarb am 18. Dezember 1995.

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