. . . Nanoskop?
Die hochauflösende Fluoreszenz-Mikroskopie entwickelt und damit „die optische Mikroskopie in die Nano-Dimension vorstoßen lassen“ haben die Forscher Eric Betzig, William Moerner und Stefan Hell. Dafür wurde ihnen der diesjährige Chemie-Nobelpreis verliehen. Ausgezeichnet wurden zwei verschiedene Fluoreszenzmikroskopie-Methoden: Das sogenannte STED-Mikroskop (Stimulated Emission Depletion) wurde von dem Deutschen Hell, dem Direktor des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Götting, im Jahr 2000 entwickelt. Dabei kommen zwei Laserstrahlen zum Einsatz: Einer regt ein fluoreszierendes Molekül zum Leuchten an, ein zweiter, ringförmiger lässt nur den in der Mitte sichtbaren Bereich des vom Molekül ausgesandten Lichts übrig, der deutlich unter der Auflösungsgrenze und damit im Nanobereich bleibt. Die US-Amerikaner Betzig und Moerner schufen unabhängig voneinander die Grundlagen für die zweite Methode, die „Einzelmolekül-Mikroskopie“. Bei dieser kann man die Fluoreszenz einzelner Moleküle ein- und ausschalten. Durch Beobachten der Probe mit jeweils unterschiedlich leuchtenden Molekülen entsteht ein Bild mit einer Auflösung im Nanobereich.