. . . Beatmungsgerät?

Wissen / 12.12.2014 • 14:20 Uhr

Diese elektrisch, heute von Mikroprozessoren gesteuerte oder pneumatisch angetriebene Maschine, auch Respirator genannt, dient zur Beatmung von Personen mit unzureichender oder ausgesetzter Eigenatmung. Das Atemgas wird meist mit Sauerstoff angereichert. Je nach Anwendungsbereich wird zwischen Notfall-, Intensiv- und Heimrespirator unterschieden. Auch Narkosegeräte sind spezialisierte Beatmungsgeräte.

Erfunden wurde das Beatmungsgerät von dem 1921 in Massachusetts geborenen US-Amerikaner Forrest M. Bird. Auf Anregung seines Vaters, der im Ersten Weltkrieg Pilot war, lernte Bird als Jugendlicher schon fliegen und wurde Armee-Pilot.

Bird entwickelte Anfang der 50er-Jahre den Prototyp eines Beatmungsgeräts, das an Patienten zunächst mit beschränktem Erfolg getestet wurde. Weitere Bearbeitungen führten 1955 zum Bird Universal Medical Respirator. Anschließend entwickelte er ein Beatmungsgerät für Kinder (Babybird), das die durch Atemprobleme ausgelöste Kindersterblichkeit von 70 auf zehn Prozent senkte. 1985 gewann Bird den Lifetime Scientific Achievement Award. Einen weiteren erhielt er 2005.