Sarg mit 2500 Jahre alter Mumie geöffnet
Leichnam von ägyptischem Priestersohn wird ausstellungsfit.
Chicago. Den Sarg einer 2500 Jahre alten Mumie zu öffnen, ist selbst für erfahrene Wissenschaftler immer wieder ein großer Moment. Unter den erfahrenen Händen des US-Forschers J. P. Brown wurde der 2500 Jahre alte ägyptische Holzsarg geöffnet, der sich im Field Museum in Chicago befindet. Zum Vorschein kam die Mumie eines 14-jährigen Jungen, versehen mit der typischen, aber beschädigten Totenmaske. „Toll“, ist Browns erste Reaktion. Er und drei Kollegen dieses Naturkundemuseums machen die Mumie von Minirdis, dem Sohn eines Priesters, nun fit für eine Reise zu Ausstellungen im Naturgeschichtlichen Museum von Los Angeles County und danach im Museum für Natur und Wissenschaft in Denver.
Auf die Schäden, die sich den vier Wissenschaftlern nach dem Öffnen des Sarges offenbaren, waren diese schon gefasst: Ein Gerät, mit dem Röntgenaufnahmen möglich sind, hatte gezeigt, dass die Füße vom Körper abgetrennt sind und die Totenmaske von Minirdis, sowie das Leichentuch kaputt ist. All dies wollen Brown und seine Kollegen nun reparieren. Gut erkennbar sind die 2500 Jahre alten Zehen eines Fußes, die aus dem um den Körper gewickelten Leichentuch hervorschauen.
Warum der junge Priestersohn nicht länger lebte, ist nicht bekannt. Seine Mumie gehört zu einer Sammlung von 30 menschlichen Mumien aus Ägypten, die sich seit den 1920er-Jahren im Field-Museum befinden.