Ein fulminantes Ende für ESA-Sonde Rosetta

Wissen / 23.09.2016 • 17:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mehr als zwei Jahre hat Rosetta den Kometen Tschuri umkreist. AFP
Mehr als zwei Jahre hat Rosetta den Kometen Tschuri umkreist. AFP

Am 30. September soll Rosetta auf Komet Tschuri zerschellen.

Bern. Mehr als zwei Jahre hat die ESA-Sonde Rosetta den Kometen Tschuri umkreist. Mit an Bord das Berner Massenspektrometer Rosina, das den Kometen ausführlich „beschnuppert“ hat. Am 30. September soll Rosetta nun auf Tschuri zerschellen.

Im März 2004 machte sich die Raumsonde „Rosetta“ von der Erde auf, den Kometen 67P/Tschurjumov-Gerasimenko – oder kurz „Tschuri“ – zu erforschen. Zehn Jahre später erreichte sie ihr Ziel und umkreist seit nunmehr gut zwei Jahren den Gummienten-förmigen Himmelskörper. Zum krönenden Abschluss soll die Sonde ihrem Kometen so nah kommen wie nie zuvor – und auf ihm zerschellen.
Ein bisschen Wehmut sei schon dabei, gibt Kathrin Altwegg von der Universität Bern zu. „Es ist mit einem lachenden und einem weinenden Auge verbunden“, sagt die Astrophysikerin über das bevorstehende Ende der Rosetta-Mission, an der sie als Projektleiterin beteiligt war.

Es gebe viele Weltraummissionen, die immer wieder verlängert würden und kein richtiges Ende fänden. Die Bruchlandung auf dem Kometen sei der passende Abschluss für die großartige Mission. Zumal sich der Komet auf seiner Umlaufbahn von der Sonne wegbewegt und Rosetta die nächsten vier Jahre wegen Energiemangels ohnehin nichts mehr messen könnte.