Auch Dürren ziehen über Kontinente

Wissen / 10.03.2017 • 14:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Nicht nur Hurrikane, sondern auch Dürren ziehen manchmal quer über Kontinente und lassen dabei ein Band der Verwüstung hinter sich, fand ein Forscherteam mit österreichischer Beteiligung heraus. Diese „wandernden Dürren“ können in der Landwirtschaft große Schäden anrichten und humanitäre Probleme auslösen, erklären die Wissenschafter im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“.

Die Forscher von der Princeton University und dem Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse in Laxenburg bei Wien untersuchten die Daten zu 1420 Dürren weltweit, die zwischen 1979 und 2009 aufgetreten sind. „Die meisten davon blieben ungefähr dort, wo sie begonnen haben, aber etwa zehn Prozent reisten zwischen 1400 und 3100 Kilometern“, so die Forscher. Dürren seien daher nicht wie geglaubt immer nur ein lokales Problem, sondern sie können wie Hurrikane wandern. Allerdings brauchen sie dazu Monate bis Jahre, und nicht Tage bis Wochen.

Es sei zwar immer noch sehr schwer, den Beginn einer Dürre vorherzusagen, mit dem neuen Modell könne man aber besser abschätzen, wie sie sich ausbreiten und weiterentwickeln, meinen die Forscher.