Saharastaub bringt Mikroben nach Europa

14.04.2017 • 12:32 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Innsbruck. Der aus der Sahara von Wüstenstürmen nach Mitteleuropa gewehte Staub ist möglicherweise gefährlicher als bisher angenommen. In den Ablagerungen haben Forscher aus Italien und Österreich unerwartet viele und vielfältige Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze aus der Wüste gefunden. „Wenn die sich etablieren, können sie eine Gefahr darstellen“, sagt Tobias Weil, Leiter des Forscherteams. Die Wissenschaftler haben in diesem Winter in den Dolomiten eine zentimeterdicke rötliche Staubschicht untersucht, die ein besonders großer Wüstensturm im Februar 2014 abgelagert hatte.