Studie: Klima formte Menschennasen mit

Wissen / 05.05.2017 • 15:48 Uhr

State College. Welche Form und Größe menschliche Nasen in verschiedenen Teilen der Welt entwickelt haben, hängt auch vom lokalen Klima ab. So seien Nasenlöcher in warmen, feuchten Umgebungen häufig breiter, in kühlem, trockenem Klima hingegen oft schmaler, schreibt ein internationales Forscherteam unter Federführung der Pennsylvania State University in „Plos Genetics“. Das Anthropologenteam verglich anhand von 3D-Aufnahmen verschiedene Nasenmaße bei 467 Menschen mit Vorfahren aus Nordeuropa, Westafrika, Süd- und Ostasien.

Ihre Erklärung: In schmalen Nasenlöchern wird kalte, trockene Luft effektiver erwärmt und durch die Schleimhäute besser angefeuchtet, bevor sie in die Lungen gelangt. Allerdings gebe es für die Entwicklung bestimmter Nasenformen in einer Population viele weitere Gründe, etwa die Wahl des dort als attraktiv empfundenen Sexualpartners, schreiben die Wissenschaftler.