Große Erdbeben wiederholen sich alle 300 Jahre

02.02.2018 • 14:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Innsbruck Ein internationales Team rund um Jasper Moernaut von der Universität Innsbruck hat entdeckt, dass sich sehr große Erdbeben in relativ regelmäßigen Abständen – nämlich rund 300 Jahre – wiederholen.

Durch die Analyse von Sedimenten auf dem Grund zweier chilenischer Seen konnten die Wissenschafter die gesamte Erdbebengeschichte der letzten 5000 Jahre nachvollziehen. Mit diesem Ansatz fand das Team heraus, dass riesige Erdbeben, wie zuletzt eines der Stärke 9,5 im Jahr 1960 im südlichen Zentral-Chile, alle 292 Jahre (plus/minus 93 Jahre) wiederkehren. „Kleinere“ Erdbeben der Stärke 8 würden sich jedoch alle 139 Jahre (plus/minus 69 Jahre) ereignen. Die Wahrscheinlichkeit für ein solches Ereignis in den kommenden 50 Jahren liegt laut den Forschern bei 30 Prozent.

Durch die Analyse erkannten die Wissenschafter, dass jedes starke Erdbeben Erdrutsche hervorruft, die in den Sedimentschichten, die sich auf dem Seeboden ansammeln, erhalten bleiben. Bei der Untersuchung von bis zu acht Meter langen Sedimentkernen entdeckten die Forscher 35 große Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 7,7 in den letzten 5000 Jahren.