Riesige Kaiserpinguin-Kolonie stark bedroht

03.05.2019 • 13:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Seit drei Jahren überlebt praktisch kein Küken. APA
Seit drei Jahren überlebt praktisch kein Küken. APA

Antarktis Angesichts der fortschreitenden Eisschmelze in der Antarktis hat die zweitgrößte Kaiserpinguin-Kolonie der Welt in den vergangenen drei Jahren praktisch keinen Bruterfolg mehr gehabt. Das ist das alarmierende Ergebnis der Studie British Antarctic Survey (BAS). Zu der Kolonie in der Halley-Bucht im Weddell-Meer gehören demnach normalerweise bis zu 25.000 Brutpaare. Die Wissenschafter nutzen seit einem Jahrzehnt hochauflösende Satellitenbilder, um die Größe der Halley-Bucht- und anderer Pinguin-Kolonien zu analysieren.

2016 habe ungewöhnlich warmes und stürmisches Wetter zu Brüchen des Meereseises geführt, auf dem die Kaiserpinguine üblicherweise brüten. In dieser Brutsaison habe den Satellitenbildern zufolge fast keines der Küken überlebt. 2017 und 2018 wiederholte sich dieser Misserfolg. Über drei Jahre hinweg habe es ein katastrophales Scheitern der Brut gegeben, so BAS-Experte Peter Fretwell. Die Kolonie von der Halley-Bucht sei dadurch so gut wie verschwunden.