Nur ein Drittel der längsten Flüsse weltweit fließt noch ungestört

10.05.2019 • 15:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Je länger die Flüsse werden, desto stärker sind sie vom Menschen beeinflusst.
Je länger die Flüsse werden, desto stärker sind sie vom Menschen beeinflusst.

Wien Nur noch ein Drittel der über 1000 Kilometer langen Flüsse weltweit kann ungestört durch Eingriffe wie Staudämme oder Regulierungen fließen. Der Mensch stört so den Zustand der Flüsse in ihrer Gesamtheit massiv – und damit die Ökosysteme mit der größten Artenvielfalt, berichtet ein Forscherteam im Fachblatt „Nature“.

Mehr als 300.000 Flüsse mit in Summe zwölf Millionen Flusskilometer haben die Wissenschafter in ihrer Arbeit erfasst. Das Gros davon – rund 290.000 – sind kurze Flüsse mit zehn bis 100 Kilometer Länge, die weitgehend (97 Prozent) noch ungestört dem von der Natur vorgegebenen Lauf folgen können. Je länger die Flüsse werden, desto stärker sind sie vom Menschen beeinflusst. Von den weltweit 246 Flüssen mit einer Länge von mehr als 1000 Kilometern sind 156 bzw. 63 Prozent durch Staudämme und Regulierungen „gezähmt“, nur 90 bzw. 37 Prozent können unbeeinflusst fließen.