Kaum Gefahr durch Mikroplastik in Trinkwasser

Wissen / 23.08.2019 • 09:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Genf Mikroplastik im Trinkwasser auf dem jetzigen Niveau scheint nach Überzeugung der Weltgesundheits­organisation (WHO) kaum Gefahr für die Gesundheit darzustellen. Dessen Vorkommen und seine etwaigen gesundheitlichen Auswirkungen müssen aber noch viel genauer untersucht werden. Das gelte für die Verbreitung dieser Partikel und auch für die Risiken, teilte die WHO mit. Andere Verunreinigungen des Wassers seien aus heutiger Sicht wesentlich bedeutsamer, sagte WHO-Experte Bruce Gordon. Es gelte in jedem Fall, die Wissensbasis zu erweitern und vor allem das Wachsen des weltweiten Plastikmüllbergs zu stoppen. „Mikroplastik ist überall in der Umwelt, auch im Wasserkreislauf.“

Woher das Mikroplastik im Trinkwasser im Detail stammt, ist oft unklar. Wichtige Quellen seien Regen- oder Schmelzwasser und Abwasser. Insgesamt seien die verfügbaren Studien aber zu lückenhaft, um das jeweilige Ausmaß dieser Zuflüsse genauer zu bestimmen oder die Quellen noch exakter zu erfassen. Im Jahr 2017 seien weltweit rund 348 Millionen Tonnen Plastik, ohne Berücksichtigung der Produktion von Fasern, angefallen.