Klimawandel bedroht Weizenversorgung

Wissen / 27.09.2019 • 10:20 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Weizen ist flächenmäßig das meist angebaute Getreide der Welt. APA
Weizen ist flächenmäßig das meist angebaute Getreide der Welt. APA

Wien Fast zwei Drittel der weltweiten Weizenanbaugebiete könnten in Zukunft zeitgleich von Klimawandel-bedingten Trockenheiten heimgesucht werden, berichtet ein Forscherteam. Selbst wenn die Erd- erwärmung auf zwei Grad Celsius eingedämmt wird, verdoppelt sich das Risiko für gleichzeitige Dürren bis 2050, schrieben die Wissenschafter im Fachjournal „Science Advances“.

Wenn die Menschen die Treibhausgas-Emissionen nicht massiv senken, könnten bis zum Ende des Jahrhunderts 60 Prozent der weltweiten Weizenanbaugebiete zugleich oder in unmittelbarer zeitlicher Abfolge von Dürren betroffen werden, so die Forscher, zu denen auch Petr Havlik vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse in Laxenburg bei Wien gehört. Selbst wenn die Klimaziele von Paris eingehalten werden, steigt das Risiko für gleichzeitige Dürren bis zur Mitte des Jahrhunderts von derzeit 15 auf 30 Prozent. Dies gefährde die Nahrungsversorgung der Menschen.