Dramatische Eisschmelze

Wissen / 18.10.2019 • 16:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Pizolgletscher wurde bereits aus dem Gletschermessnetz gestrichen.  rts
Der Pizolgletscher wurde bereits aus dem Gletschermessnetz gestrichen.  rts

Die Schweizer Gletscher haben in den letzten fünf Jahren zehn Prozent an Eisvolumen verloren.

Bern Die Gletscherschmelze hat 2019 einmal mehr Höchstwerte erreicht. Damit haben die Gletscher der Schweiz in den letzten fünf Jahren zehn Prozent an Eisvolumen verloren. Die Hitzewellen Ende Juni und Ende Juli ließen Schnee und Eis keine Chance. Innerhalb von nur 15 Tagen schmolz so viel davon, dass der Trinkwasserbedarf der Schweiz damit für ein ganzes Jahr gedeckt wäre. Die starke Schmelze hielt bis Anfang September an, wie die Akademie der Naturwissenschaften  mitteilte. Anfangs sah das Jahr nicht schlecht aus für die Schweizer Gletscher. Der Winter war schneereich und im April und Mai lag noch mehr Schnee auf den Gletschern als üblich. Die Schneemassen schmolzen jedoch im Juni schnell, der zum zweitwärmsten der Schweizer Messgeschichte wurde.

Insbesondere der Verlust kleinerer Gletscher schreite voran. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts sind bereits über 500 kleine Gletscher verschwunden.