Schnur aus Ötzis Köcher als Bogensehne identifiziert

Wissen / 20.12.2019 • 16:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Schnur aus Ötzis Köcher dürfte die älteste erhaltene Bogensehne sein. APA
Die Schnur aus Ötzis Köcher dürfte die älteste erhaltene Bogensehne sein. APA

Bozen Ein weiteres Rätsel rund um die Gletschermumie Ötzi dürfte gelöst sein. Die Schnur, die der Mann aus dem Eis in seinem Köcher mit sich führte, dürfte eine Sehne für seinen Bogen gewesen sein, teilte das Südtiroler Archäologiemuseum mit. Schweizer Wissenschafter hätten herausgefunden, dass die Schnur nicht aus Pflanzen-, sondern aus Tierfasern besteht. In der Studie des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaften (SNF) konnte nachgewiesen werden, dass als Fasern für die Schnur Beinsehnen einer nicht bestimmbaren Tierart verarbeitet wurden und sich die Schnur deshalb hervorragend als Bogensehne eignet. Bisher war die Forschung von Pflanzenfasern ausgegangen, die sich für eine Bogensehne nicht bewährt hätten. Die Autoren der Studie hatten für ihre vergleichende Untersuchung mit europaweit gemachten Einzelfunden eine mikroskopisch kleine Faserprobe von Ötzis Bogensehne erhalten.