„Ich mag den Style der Achtziger sehr!“

Wohin / 21.11.2019 • 11:21 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ankathie Koi präsentiert ihr neues Album „Prominent Libido“. w. bohusch
Ankathie Koi präsentiert ihr neues Album „Prominent Libido“. w. bohusch

Heute Abend präsentiert Ankathie Koi ein spektakuläres Konzert im Spielboden Dornbirn.

schwarzach Ausgestattet mit einer kräftigen Portion 80er-Extravaganz zieht Sängerin Ankathie Koi ihr Publikum in ihren Bann. Die in Wien lebende gebürtige Bayerin präsentiert bei ihren Konzerten nicht nur coole tanzbare Musik, ihre energetischen Glam-Pop-Shows sind einfach mitreißend. Heute Abend ist Ankathie Koi mit ihrer Band im Spielboden zu erleben. Die Sängerin erzählt im VN-Interview über ihre Vorliebe für die Achtziger-Jahre, ihr neues Album und warum sie Feministin ist.

 

Deine Musik ist ja ziemlich 80er-Jahre-lastig. Dein Hairstyle und die Kostüme mit Schulterpolstern passen genau dazu. Du bist also Fan der 80er? 

ankathie Oh ja, ein sehr großer Fan sogar!

 

Warum? Was hatten die 80er Besonderes für dich?

ankathie Ich mag den Style der 80er einfach sehr gern, sowohl was Musik, Kleidung und Attitüde betreffen. Die 80er Jahre hatten etwas hedonistisches, schrilles und buntes an sich und es wurde viel experimentiert…es gab plötzlich ganz neue Synthesizer, ganz neue Sounds waren möglich und es gab definitiv die verrücktesten Frisuren ever. Und die Frauen trugen breite Powersuits mit enormen Schulterpolstern, man kleidete sich „maskuliner“ und man konnte anfangen endlich ein wenig mehr aus einem bestimmten Korsett auszubrechen.

 

Welche Themen sind dir in deinen Songs wichtig?

ankathie Sex, Freude, Komplikationen, Frauen, Reize, Hingebung, Stärke, Rache, Gelüste, Willen, Lebensmenschen, Drama, Mord, Geschichte, Ehrlichkeiten, Lügen, Loyalität, Geilheit, Sex.

 

Würdest du dich als Feministin bezeichnen?

ankathie Ja. Feminismus bedeutet Gleichberechtigung auf allen Ebenen. Wie könnte ich mich NICHT als Feministin bezeichnen?

 

Wann hast du festgestellt, dass du Musikerin werden möchtest? Gab es ein Schlüsselerlebnis?

ankathie Hmm, nicht so direkt. Ich glaube, es ist irgendwie einfach passiert. Plötzlich hatte ich dann so viele Auftritte und ich hatte auch immer noch mehr Lust all meine Zeit mit Songwriting zu verbringen. Das Ganze war gepaart mit einer richtigen Bühnensucht. Da war mir dann schnell klar, dass das das Richtige für mich ist.

 

Du hast ein Gesangspädagogikstudium absolviert – unterrichtest du auch?

ankathie Ja, ich unterrichte an der Universität für Musik und darstellende Künste in Wien, kurz: MDW. Ich bin dort Dozentin für Populargesang.

 

Die weibliche Musikszene in Österreich hat einige starke Vertreterinnen. Hast du das Gefühl, dass sich das befruchtend auf deine Kunst auswirkt oder spürt man hier eher Konkurrenzdruck?

ankathie Ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass es da viel Konkurrenzdruck gibt. Es ist fast eher das Gegenteil der Fall. Wir helfen uns untereinander. Außerdem, was bringt denn da ein Konkurrenzdenken? Wir sind alle so wunderbar unterschiedlich und einzigartig und es gibt ja schließlich genug Platz für jeden.

 

Mit „Prominent Libido“ hast du inzwischen schon dein zweites Soloalbum am Start.

ankathie „Prominent Libido“ ist mein Manifest für ein befreiteres Leben, sozusagen eine Ode an die weibliche Sexualität. Das Album ist auch ein großer musikalischer Schritt in Richtung erdigerem Bandsound, schnell, lustvoll, weiblich, hart und trotzdem gleichzeitig ganz intim. VN-ean

Zur Person

Kathrin Winklbauer alias Ankathie Koi

Geboren Burghausen, Oberbayern

Wohnort Wien

Lebensmotto „Girls just wanna have fuhuuun!!“

Ankathie Koi, 22. November, Spielboden Dornbirn, 21 Uhr. Karten: www.spielboden.at