Zum Gedenken
Mäder Am vierten Adventsonntag ist Georg Schnetzer verstorben. Er wurde am 31. August 1939 als zweites Kind von Kathi und Eugen Schnetzer in Hall in Tirol geboren. Damals herrschte Krieg und sein Vater war als Schuhmacher in Tirol stationiert. Nach dem Tod des Vaters übersiedelte Mama Kathi gemeinsam mit den Kindern Brunhilde und Georg wieder zurück ins Elternhaus nach Mäder. In diesem Haus in der Alten Schulstraße 15 verbrachte Georg sein ganzes Leben.
Nach Ende der Schulzeit erlernte Georg den Beruf des Elektrikers. Diesem Beruf blieb er sein Leben lang treu. Sein großes Hobby war immer schon die Musik. In jungen Jahren spielte er Gitarre – oft auch bei Veranstaltungen. Auf solch einem Tanzabend lernte er seine geliebte Lotte kennen.
1964 wurde geheiratet, das Elternhaus umgebaut und nach und nach wurden die Kinder Christoph, Bettina und Nadine geboren. Auf die fünf Enkelkinder Julia, Andreas, Marco, Alexander und Nina war Georg immer besonders stolz.
Durch seine Krankheit verlor er 1997 ein Bein, einige Jahre später musste das zweite Bein abgenommen werden. Dadurch konnte er seinen Beruf nicht mehr ausüben und ging in Pension. Doch Stillsitzen war nicht seien Sache! Da er immer schon ein begeisterter Tüftler und Bastler war, wurde dies zu seinem neuen großen Hobby. Wenn irgendwas kaputtging, brachte man es zu Opa, und erst, wenn der es nicht mehr reparieren konnte, dann galt es als kaputt. So lange es seine Gesundheit zuließ, verstärkte er mit seiner Stimme den Männerchor Mäder.
In den letzten Jahren war er mehr und mehr ans Haus gebunden. Der Platz am Fenster wurde sein Lieblingsort, von dort beobachtete er das Geschehen ums Haus. So, wie er es sich immer gewünscht hatte, durfte er am 20. Dezember zu Hause friedlich einschlafen und seine letzte Reise antreten.