Filip Vitosevic, Dominic Fessler, Karolina Ordoczynska, 5b, BG Blumenstraße

Extra / 23.06.2014 • 14:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Als Max erwachte, war er in einem Keller an ein Rohr gefesselt. Er sah zwei maskierte Männer, die miteinander diskutierten. Max hörte, wie die Männer mehrmals den Namen seines Vaters erwähnten. Angeblich forderten sie Lösegeld für seine Befreiung. Dann kamen sie zu ihm und rissen ihm ein Büschel Haare aus, um zu zeigen, dass die Forderung ernst gemeint ist. Nachdem sie in seiner Nähe ein Gespräch führten, hörte er, dass sie nicht seine Sprache sprachen. Es war womöglich Russisch. Max spürte die Angst, und er spürte den Schweiß, der seine Haare an seine Stirn klebte. Es war ungewöhnlich stickig und das Band um seinen Mund machte ihm das Sprechen schwer. Wegen diese Hitze bereute er es, in der Früh kein Deo verwendet zu haben. Seine Kleidung war durchnässt und die Wahl einer Jeans war auch nicht gerade klug gewesen. Er hörte die zwei Männer immer noch reden. Nun schauten sie aber in seine Richtung und gingen langsam auf ihn zu. Max zitterte und befürchtete das Schlimmste. Die Männer hoben ihn hoch und durchsuchten seine Taschen. Sie fanden sein iPhone 6, das ihm sein Vater zum Geburtstag geschenkt hatte. Es war zwar noch nicht auf dem Markt, aber Apple war ein Klient seines Vaters und somit hatte er es vor allen anderen. Sein Vater war nicht persönlich zu seinem Geburtstag gekommen, aber er ließ es ihm zuschicken. Sie nahmen das Handy und entsperrten es. Sie kannten sich offenbar gut mit dem Programmieren von technischen Geräten aus, somit war der Pin seines Handys keine große Hürde. Sie suchten nach der Nummer seines Vaters, um ihm die Forderungen mitzuteilen. Da lasen sie eine Nachricht, die Max vor zwei Stunden bekommen hatte. Es war eine Nachricht von Sylvie. Sie wollte wissen, ob er mit ihr ins Schwimmbad gehen wolle. Max hatte die Nachricht noch nicht geöffnet.

Die zwei Männer lachten. Bevor sie die Nummer des Vaters wählen konnten, hörte man Lärm vor der Tür. Eine laute Explosion und die Tür wurde aufgesprengt und . . . und . . . dann blätterte er die letzte Seite des Buches um. Er hatte es durchgelesen, aber die allerletzte Seite war herausgerissen worden. Er mochte die Geschichte und war sehr traurig, dass er das Ende nicht erfahren konnte. In dem Moment klingelte der Wecker, Zeit zum Aufstehen und ab in die Schule! Dort sah er einen Lastwagen stehen, wie er ihn aus dem Buch kannte. Ein ungutes Gefühl beschlich ihn . . .

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