Globalisierung NEU

Extra / 03.06.2019 • 10:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Eine Globalisierung, die unseren Planeten und seine Lebewesen nachhaltig zerstört, kann niemand wirklich wollen. Der System-Change hat längst begonnen – in den Regionen seitens der Zivilgesellschaft. Es ist bereits 5 nach 12 für die Europa- und Weltpolitik, endlich nachzuziehen und die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen für die Ressourcen-, Energie- und Agrarwende. Regenwaldabholzung, Glyphosat, Massentierhaltung und -qual, Vermüllung der Ozeane und das Verseuchen der Gewässer müssen sofort gestoppt werden. Bekanntlich befindet sich der Mensch am Ende der Nahrungskette. Das finanzkapitalistische System, indem Europa toxisch belasteten Mais und Soja aus Südamerika importiert und seiner perversen Industrietierhaltung zuführt, die Milch- und Fleischabfälle als Überschuss in den globalen Süden „subventioniert“ und dort die regionalen Märkte vernichtet, ist ein Irrweg. Eine perfide Ausblühung dieser Katastrophe ist etwa die „Herodes-Prämie“, die es in Deutschland gab: Für die Tötung neugeborener Stierkälber erhielten Milchproduzenten Geld. Oder das Schreddern von männlichen Küken, das in der industriellen Massenaufzucht praktiziert wird. Wir müssen gemeinsam in den Regionen der Welt die „Globalisierung NEU“ gestalten. Pflegen wir miteinander einen achtsamen und empathischen Umgang mit unserem Planeten und unseren Mitwesen. Nützen wir sinnvoll all unseren technischen Fortschritt in Harmonie mit der Natur und den planetarischen Kreisläufen.

Die „Krönung der Schöpfung“ als Konsum- und Wegwerfgesellschaft eine „Panne der Evolution“? Der entstandene kollektive Egoismus tötet. Nur unser kollektives Bewusstsein für Naturgesetze und -kreisläufe – für das Prinzip von Ursache und Wirkung – schafft die Wende. Darum lud Arnold Schwarzenegger mit Greta Thunberg Entscheidungsträger zum Austrian World Summit nach Wien. Und darum laden wir im Rahmen des Projekts „VN-Klimaschutzpreis 2020“ am 3. September 2019 zur Podiumsdiskussion „Abfallvermeidung/Recycling“ auf die Alte Fähre in Lochau!

„Pflegen wir achtsamen und empathischen Umgang mit unserem Planeten und unseren Mitwesen.“

Verena Daum

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