Japaner mit französischer Familie

Extra / 30.10.2019 • 14:56 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Marginale Retuschen setzte es jüngst im Interieur, samt erweiterten Funktionen des Multimediasystems.
Marginale Retuschen setzte es jüngst im Interieur, samt erweiterten Funktionen des Multimediasystems.

Die Neuordnung des Motorenprogramms bescherte dem Nissan Qashqai frische Kraft und optimierte Wirtschaftlichkeit. Allradantrieb gibt es nur in Kombination mit Diesel.

 

Weniger ein echtes Sports Utility Vehicle als ein Crossover aus Kombi und Hochbeiner war Nissans Kompakter von Beginn an. Der mit dem fast unaussprechlichen Namen hat sich nicht zuletzt aufgrund seiner gehobenen Sitzposition etabliert. Zwischenzeitlich konnte er sogar bis zu sieben Plätze bieten, doch wurde diese Rolle mittlerweile dem größeren Bruder X-Trail zugesprochen.

 

Neue Antriebe

Seit seinem Eintritt in die zweite Generation hat sich vor allem unter den Motorhauben des Japaners mit dem französischem Allianz-Hintergrund viel getan. Komplett ausgetauscht wurde im Vorjahr im Zuge einer Aktualisierung die Antriebspalette, sowohl Benziner als auch Diesel. Bei den Ottos hat ein 1,3-Liter-Vierzylinder sowohl den bisherigen 1,2-Liter-Dreizylinder und den 1,6-Liter-Vierzylinder ersetzt. Die Ernte ist Mehrleistung. Das Aggregat produziert in Kombination mit manuellem Schaltgetriebe (sechs Gänge) 140 PS und 240 Nm. Ist es mit sechsstufiger Direktschaltung zusammengespannt, liegt die Leistungsausbeute bei 160 PS und 270 Nm. Allradantrieb ist allerdings für die Benzinmotoren nicht verfügbar. Das elektronisch gesteuerte 4×4-System namens „Allmode“ erfordert Diesel. An Selbstzündern hat Nissan für den Qashqai zwei im Programm: einen bereits bekannten 1,5- und einen neu eingeführten 1,7-Liter. Ersterer hat 115 PS, Zweiterer 150 PS. Nur das größere Aggregat ist jetzt mit Allradantrieb kompatibel.

 

Elektronisch simuliert

Das geht grundsätzlich einher mit einem CVT-Getriebe, von Nissan als „X-Tronic“ bezeichnet. Eine Antriebsstrangkonfiguration, die auch für den französischen Bruder Kadjar gilt. Es simuliert elektronisch sieben Gangstufen, die man per Schaltwippen dirigieren kann. Über die Neuordnung der Motoren hinaus haben die Qashqai-Entwickler ihrem Bestseller ein Update des Infotainmentsystems spendiert und neben einer Erweiterung des Funktionsumfangs auch gleich serienmäßige Smartphone-Integration addiert.

Der Preis: ab 33.214 Euro. Das kostet der 1.7 dCi ALL-MODE 4x4i (Diesel) mit 150 PS und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe in der Ausstattungsstufe „Acenta“.

Will man den Nissan Qashqai mit Allradantrieb haben, kommt man am Dieselmotor nicht vorbei. Der neu installierte 1,7-Liter-Selbstzünder leistet 150 PS.
Will man den Nissan Qashqai mit Allradantrieb haben, kommt man am Dieselmotor nicht vorbei. Der neu installierte 1,7-Liter-Selbstzünder leistet 150 PS.