Initiative zeigen lohnt sich

Extra / 04.11.2019 • 15:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Initiativbewerbungen sollten sich von herkömmlichen Bewerbungen abheben.
Initiativbewerbungen sollten sich von herkömmlichen Bewerbungen abheben.

Wer kennt ihn nicht? Diesen einen Satz, der oft auf den Unternehmenswebsiten zu finden ist: „Kein passender Job dabei? Dann freuen wir uns auf ihre Initiativbewerbung“. Oft zögert man, traut sich nicht oder glaubt, das wird sowieso nichts, doch Initiative zeigen lohnt sich manchmal.

Manchmal schlägt das Herz einfach für ein gewisses Unternehmen. Für einen Betrieb, den man schon immer faszinierend fand oder davon träumte, einmal Teil dessen zu werden. Doch gerade jetzt, wo man auf der Suche nach einer Lehrstelle oder einem Job nach der Lehre ist, hat dieses Unternehmen keine passenden Angebote im petto. Das macht nichts, bewerben sollte man sich trotzdem!

Formalien beachten

Insbesondere bei größeren Unternehmen gibt es häufig eine Karriererubrik mit Informationen über die Einsendung von Initiativbewerbungen (per E-Mail, Post oder Online-Formular). Eine Initiativbewerbung unterscheidet sich formal allerdings nicht von alltäglichen Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen: Anschreiben und Lebenslauf sind Pflicht, ebenso sollten alle relevanten Zeugnisse mitgeschickt werden. Ebenso gehört hier eine realistische Gehaltsvorstellung sowie die Angabe des frühestens Eintrittsdatums unbedingt in die Bewerbungsunterlagen.

Kreativität fällt auf

Neben den notwendigen Formalitäten sollte eine Initiativbewerbung gleichzeitig mehr Interesse ausstrahlen als eine „herkömmliche“ Bewerbung.Denn es geht bei einer Initiativbewerbung vor allem darum, das Unternehmen davon zu überzeugen, dass man ideal in die Firma passt und dass das eigene Leistungsportfolio das Unternehmen verstärkt – und das obwohl besagtes Unternehmen ja gerade in diesem Bereich eigentlich gar niemanden sucht. Hier sind der eigenen Kreativität keinerlei Grenzen gesetzt: So kann man zum Beispiel ein innovatives Dokument, eine Website, ein Programm oder ein Video über die eigene Person und die Qualifikationen versenden – nur Mut! Außergewöhnliches fällt auf.

Ansprechpartner definieren

Nachdem alle Unterlagen ­aufbereitet sind, geht es ans Versenden. Bevor man die Bewerbung verschickt, sollte man jedoch wissen, an wen genau. Eine E-Mail an all­gemeine Firmenadressen geht meist unter. Daher sollte man gründlich nach einem möglichen Ansprechpartner im Personal oder Ähnliches recherchieren.

Nicht aufgeben

Erreicht dich nach einiger Zeit noch keine Antwort auf die Initiativbewerbung, so kann und darf man in der Personalabteilung guten Gewissens nachfragen. Eine Frist von zwei bis vier Wochen solltest du jedoch abwarten, da gerade Initiativbewerbungen oft gesammelt und erst bei Bedarf gesichtet und bearbeitet werden. Ein Anruf oder eine weitere E-Mail zeugen von nachhaltigem Interesse an dem Unternehmen.

Achtung: Manche Personaler ergreifen hier gleich ihre Chance und nutzen deinen Anruf als erstes Bewerbungsgespräch. Daher solltest du dich vor deinem Anruf auf mögliche Fragen seitens des Unternehmens vorbereiten und dir Notizen machen.

Ein gutes Bewerbungsfoto ist wichtig.
Ein gutes Bewerbungsfoto ist wichtig.