Inhouse-Produktion reduziert CO2-Ausstoß

Extra / 19.11.2020 • 10:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Inhouse-Werke von ALPLA werden in unmittelbarer Nähe zum Kunden betrieben. Foto/Grafik: ALPLA
Inhouse-Werke von ALPLA werden in unmittelbarer Nähe zum Kunden betrieben. Foto/Grafik: ALPLA

ALPLA betreibt 71 seiner 181 Produktionsbetriebe Tür an Tür mit den Kunden.

Hard Diese Werke haben 2019 rund 43.000 Tonnen CO2e vermieden. Dafür könnte man 13.000-mal von Wien nach Rio de Janeiro fliegen. Kohlendioxid und andere Treibhausgase sind verantwortlich für die Erderwärmung. Diese Erwärmung muss – da sind sich Experten sicher – so rasch wie möglich eingedämmt werden, sonst mündet sie in einer Klimakatastrophe mit verheerenden Auswirkungen für unseren Planeten wie Dürren oder dem Anstieg des Meeresspiegels. Die Bereiche Transport und Energie- sowie Heizversorgung sind mit die größten Verursacher von Treibhausgasen. Wer hier Reduktionen umsetzt, leistet einen wesentlichen Beitrag gegen den Klimawandel. „Unter diesem Blickwinkel haben wir unsere Inhouse-Werke betrachtet, die in Kundennähe errichtet wurden“, berichtet Linda Staib, Sustainability Managerin bei ALPLA. „Unsere 71 Inhouse-Werke haben im Jahr 2019 43.000 Tonnen CO2 bzw. CO2-Äquivalente vermieden.“ Diese Menge entspricht der Leistung von 2,13 Millionen Bäumen. Man könnte dafür auch 1,3 Millionen Mal mit dem Zug von München nach Berlin und retour fahren oder 13.000-mal von Wien nach Rio de Janeiro fliegen.

Einsparpotenziale nutzen

Aber wie ist diese Vermeidung von 43.000 Tonnen CO2e zustande gekommen? ALPLA Inhouse- Werke befinden sich direkt in oder unmittelbar neben der Produktion der Kunden. Hier werden Verpackungen sprichwörtlich Tür an Tür zur Abfüllanlage produziert. Wo sonst ein Lkw anfährt, Verpackungen lädt und zum Kunden transportiert, gelangen sie hier über Förderbänder sofort an die Abfüllanlage. „Es braucht keine Umverpackung für den Transport und der gesamte Lkw-Verkehr fällt weg“, erklärt Christian Buchgraber, Director Corporate Logistics bei ALPLA. „Zudem erarbeiten wir mit unseren Kunden maßgeschneiderte Logistiklösungen wie zum Beispiel Just-in-time-Produktion und automatisierte Lagerhaltung.“ Das Resultat ist eine besonders effiziente Zusammenarbeit mit positiven Effekten für die Umwelt. „Inhouse minimiert nicht nur Treibhausgase, sondern auch Kosten und ermöglicht zudem eine enge und gegenseitig befruchtende Zusammenarbeit zwischen uns und unseren Kunden“, resümiert der Logistikexperte.

Werk mit Vorbildcharakter

Eines dieser Inhouse-Werke betreibt ALPLA für Arla Foods UK in Aston Clinton in Großbritannien. In puncto Energieverbrauch und Automatisierungsgrad entspricht das Werk modernsten Anforderungen. Der reduzierte Druckluftverbrauch sowie eine ausgeklügelte Infrastruktur und Lagertechnik sind dafür ausschlaggebend. Der gesamte Prozess ist vollautomatisiert. Produziert wird mit der EBMTechnologie auf BMU-Maschinen von Soplar, Hauptmaschinenlieferant von ALPLA. Diese Maschinenplattform zählt zu den energieeffizientesten weltweit und zeichnet sich durch einen geringen Energieaufwand bei der Materialverarbeitung und minimale Produktionsabfälle aus. Die Milchflaschen aus HDPE wiederum wiegen rund 20 Prozent weniger als Standardflaschen und werden mit einem möglichst hohen Recyclinganteil hergestellt.

Durch die Vermeidung von 43.000 Tonnen CO₂e wird ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.
Durch die Vermeidung von 43.000 Tonnen CO₂e wird ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

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