Für angenehme Tage in der Sonne

Anwendungen mit Wasser können auch die größte Hitze erträglicher machen.
Dornbirn. Der Sommer ist da: herrlich, sonnig und zum Teil sehr heiß. Da haben es die gut, die solche Tage im Freibad verbringen können, oder noch besser, irgendwo ihren wohlverdienten Urlaub genießen. Weniger zu beneiden sind jene, welche in aufgeheizten Büros sitzen. Prof. Hans Hammerer gibt „G’sund & Vital“-Tipps für angenehme Sommertage.
» Raumklima: Nachts die Fenster öffnen, um die Kühle hereinzuholen, tagsüber die Fenster geschlossen halten, um so ein kühles „Luftpolster“ zu schaffen, und, wenn vorhanden, tagsüber die Fensterläden schließen. Weiters stündlich entweder im Waschbecken ein kaltes Armbad (auch Herzbad genannt) oder zumindest kaltes Wasser in einer geschlossenen Wasserfläche über die Arme herunterfließen lassen.
» Badezimmer: Anstelle der Dusche ist ein kühler (nicht zu kalter) Wasserguss mit fließendem Wasser wirkungsvoller. Wenn kein geeigneter Wasserschlauch vorhanden ist, zieht man einfach einen Waschlappen über den Duschkopf, um damit einen drucklosen Wasserstrahl zu erzeugen. Den drucklosen Wasserstrahl als Guss an der vom Herz entferntesten Stelle beginnen (zuerst rechtes, dann linkes Bein; rechter, dann linker Arm; dann Brust kreisen und Gesichtsguss), um sich so einen kühlen Vollguss zu verabreichen.
» Wassertreten in der Badewanne: Menschen mit Bluthochdruck sollten die Badewanne mit kaltem Wasser bis eine Handbreite unter die Kniekehlen einlaufen lassen und im Storchenschritt 20 bis 30 Schritte machen, wobei das jeweilige Bein immer aus dem Wasser gehoben werden soll. Diese Anwendung kann stündlich gemacht werden.
» Bei Wanderungen kaltes Armbad und Wasser trinken: Wenn man an einem Brunnen vorbeikommt, die Ärmel hochkrempeln und die Arme bis eine Handbreite über die Ellbogen ins kühle Wasser strecken. Dann kühles (nicht zu kaltes) Wasser trinken. An einem fließenden Wasser die Schuhe und Socken ausziehen und die Füße kühlen, wirkt Wunder. Grundsätzlich gilt bei allen natürlichen Anwendungen, nach eigenem Empfinden zu handeln und sich keine Schocktherapie zu verpassen.
» Trinken: Das edelste Getränk ist frisches Quellwasser. Auch wenn Sie eine Bergwanderung machen, nie das Wasser vergessen, es ist ein reiner Energieträger, dessen Wertigkeit erst richtig wahrgenommen wird, wenn man an die Grenze der eigenen Belastbarkeit kommt. Auch Mineralwässer sind empfehlenswert. Äpfel oder frische Früchte sind ebenfalls Energieträger.
» Im Büro: Einen Ventilator nutzen und den Nacken mit Pfefferminzöl einreiben. Das sorgt vom Kopf bis zu den Füßen für anhaltende Kühle. Wenn es wirklich heiß ist, ein kaltes Fußbad dazunehmen.
» Beim Autofahren: Nacken und die Schläfen mit Pfefferminzöl einreiben. Auf einem Rastplatz ein kaltes Armbad und eventuell Fußbad nehmen, wirkt Wunder. Es ist erstaunlich, wie derartige Anwendungen die langen Autofahrten an warmen Sommertagen erleichtern. Dazu Wasser und frisches Obst. Mit einer Klimaanlage ist alles erträglicher, sie sollte jedoch nicht zu kühl eingestellt werden, weil ein unangenehmer Schnupfen dann die Folge sein kann. Auch stimmungsvolle Musik zum Mitsingen kann im Auto aufmuntern.