Marlies Mohr

Kommentar

Marlies Mohr

Empathie

Gesund / 18.11.2022 • 11:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Ich glaube, meine Landsleute werden bestimmt nicht an zu viel Empathie zugrunde gehen.“ Dieser Satz stammt aus einem Interview, das ich mit dem querschnittgelähmten Samuel Koch geführt habe. Seine Vermutung lässt sich wohl global anwenden. Er sagte auch: „Ich würde mir oft mehr Empathie wünschen.“

Zugegeben, es handelt sich um einen Begriff mit Abnutzungserscheinungen. Meistens wird er im Zusammenhang mit dem Astrophysiker Stephen Hawking verwendet, der weiland meinte, die Zukunft der Menschheit hänge davon ab, ob sie sich das mitmenschliche Einfühlungsvermögen bewahren könne. Ich würde sagen, Empathie ist zumindest ein wichtiger Teil der Strategie. Allerdings leben wir in einer Zeit, in der vielen der Rock näher ist als das Hemd. Ohne Rücksichtnahme auf alles, was auf dieser Welt kreucht und fleucht, wird es jedoch mit Sicherheit nicht gehen. Die Stärkeren sollten eigentlich den Schwächeren verpflichtet sein. Das Weltgeschehen zeichnet ein anderes Bild.

Also bleibt wieder nur, das Leben im Kleinen ein bisschen besser zu machen.

Marlies Mohr

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