Harder Strandbad unter der Lupe

Heimat / 02.01.2022 • 18:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Harder Strandbad von oben: Die Anlage wurde 1968 eröffnet und 1987 umgebaut. AJK
Das Harder Strandbad von oben: Die Anlage wurde 1968 eröffnet und 1987 umgebaut. AJK

Renovierung statt großer Lösung. Saison soll mit Solartechnik verlängert werden.

hard Beim Strandbad der Marktgemeinde Hard besteht dringender Sanierungsbedarf. In der schon seit 53 Jahren bestehenden Freizeitanlage müssen Technik und Bauten erneuert werden.

„Der Durchstich vor dem Strandbad ist nach der Volksabstimmung 2019 vom Tisch, auch sonst wird sich am Standort der rund 40.000 Quadratmeter großen Anlage sicher nichts ändern. Wir wollen aber erreichen, dass die Freizeiteinrichtung von Einheimischen und Gästen wieder gern besucht wird“, betont Bürgermeister Martin Staudinger (SPÖ) und verweist darauf, dass das Vorhaben gemeinsam mit allen vier Fraktionen der Harder Gemeindevertretung vorbereitet wird.

Untersuchung läuft

Aktuell geht es nicht um eine umfassende Umgestaltung des Seeufers. „Wir wollen ein funktionierendes und attraktives Strandbad. Deshalb untersuchen jetzt gerade Fachleute die gesamte Anlage. Ein Spezialist für Bäderplanung ist dabei, den Bedarf an Räumen und Einrichtungen zu erheben“, berichtet der Gemeindechef. Erste Ergebnisse liegen bereits vor. So gehört die 1968 eröffnete und 1987 umgebaute Freizeiteinrichtung dringend erneuert. Umkleidekabinen, Dusch- und WC-Anlagen entsprechen längst nicht mehr aktuellen Anforderungen, die Holzverschalung löst sich an vielen Stellen. Ebenso muss in die abgenützte Technik bei Schwimmbecken und Rutschen investiert werden. Unter anderem ist an den Einsatz von Solarenergie gedacht. „Das künftige Strandbad könnte völlig energieautonom sein“, sagt Martin Staudinger. Und mit Hilfe der Solartechnik wäre auch eine Verlängerung der Badezeit in den Becken an den Sommerabenden möglich. Ebenso wird überlegt, den Strandbadabschnitt, in dem sportliche Aktivität möglich ist, ebenfalls am Abend länger offenzuhalten.

Da der Yachtclub Hard plant, eine alsbald ausgemusterte Bodenseefähre zum Clublokal zu adaptieren, wäre hierfür ein neuer Zugang auf der rechten Strandbadseite, neben dem Zollhafen, erforderlich. Das würde die Zugänge zum Sportbereich ermöglichen, ohne dass dazu das gesamte Strandbad durchquert werden müsste. Überhaupt wird die Gastronomie unter die Lupe genommen. Staudinger kann sich vorstellen, dass bei einem Neubau das Strandbadgebäude samt Restaurant etwas weiter in Richtung Bade-Halbinsel verlegt wird. Der Bürgermeister verweist in dem Zusammenhang auch auf Überlegungen hinsichtlich kleiner Buchten und vorgelagerter Inseln für ein abwechslungsreiches Badevergnügen: „Am Bodensee muss indes stets der wechselnde Wasserstand berücksichtigt werden, aber vielleicht gibt es dazu eine Lösung.“

Nächste Besprechung im Februar

Die nächste Besprechung mit den Fachleuten sowie den Gemeindemandataren und den zuständigen Mitarbeitern im Rathaus ist im kommenden Februar vorgesehen. Im kommenden Badesommer müssen die Harder sowie alle auswärtigen Gäste allerdings noch mit dem bestehenden Strandbad ihr Auslangen finden. AJK

„Der Durchstich vor dem Strandbad ist nach der Volksabstimmung 2019 vom Tisch.“

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