Lauterach investiert in die Zukunft: 7,2 Millionen für erweiterte Pflegeeinrichtung

Das erweiterte Sozialzentrum, welches seit Mai in Betrieb ist, wurde nun offiziell eröffnet.
Darum geht’s:
- Offizielle Eröffnung der erweiterten Pflegeeinrichtung in Lauterach.
- Investition von 7,2 Millionen Euro für ein Komplettangebot in der Pflege und Betreuung.
- Einrichtung bietet Platz für 60 Kinder und 115 Bewohner aller Pflegestufen.
Lauterach Der Betrieb läuft seit Frühsommer reibungslos, das zusätzliche Personal konnte rekrutiert werden und zu Beginn des Schuljahrs sind auch die Kindergartengruppen von ihren Ausweichräumlichkeiten im Schulgebäude ins Sunnadörfle zurückgekehrt.

Jetzt wurde das zukunftsweisende Leuchtturmprojekt auch offiziell eröffnet. Großes Lob für das Projekt gab es von Landerätin Katharina Wiesflecker denn solche Einrichtungen seien die soziale Visitenkarte einer Gemeinde.

Ein Rundumangebot ist entstanden
„Mit der Erweiterung unseres Sozialzentrums, das vor 14 Jahren eröffnet wurde, haben wir jetzt ein Komplettangebot geschaffen, das alle Pflege- und Betreuungsbereiche abdeckt“, freute sich der Lauteracher Bürgermeister Elmar Rhomberg und ergänzte, dass mit dieser 7,2 Millionen Euro teuren Erweiterung eine Einrichtung für alle Generationen geschaffen wurde.

„60 Kinder im Sunnadörfle und 115 Bewohnerinnen und Bewohner aller Betreuungs- und Pflegestufen können sich hier wohlfühlen. Gut 100 Mitarbeitende der SeneCura, mit der wir seit fast 20 Jahren zusammenarbeiten und 16 Pädagoginnen im Sunnadörfle, bauten wir ein Betreuungsnetz auf, zu dem sich auch der Stützpunkt des Krankenpflegevereins gesellt.“

Aus Partnern wurden Freunde
„Wir hatten auch das Glück, dass mit Gerhard Sinz, ,Pionier und Gründungsheimleiter, seinem Nachfolger Alexander Welte und dem jetzigen Chef Emanuel Jori Persönlichkeiten tätig waren, die nicht nur Partner, sondern Freunde wurden und mit ihrem Team ein ausgezeichnetes Miteinander pflegen.“

Rhomberg erinnert auch daran, dass sich die große „Herausforderung Pflege“ in jüngster Vergangenheit dramatisch verändert hat: „Als wir unser neues Sozialzentrum diskutierten und planten, mussten wir mit dem Land um jedes Bett kämpfen. Zu groß dimensioniert, wurde uns im Landhaus gesagt.“ Das 2009 eröffnete „zu große“ Sozialzentrum platzte bald aus allen Nähten und eine Erweiterung war unausweichlich. Michael Heim (Büro Heim, Müller & Partner) plante wie schon den Bestand jetzt auch die Erweiterung.
Verdoppelte Kapazität für Bewohner
Rhomberg und Emanuel Jori zeigten bei einem Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten die Veränderungen auf: Bisher standen im September 2009 eröffneten Haus 52 Betten ab Pflegestufe vier zur Verfügung.

Pfarrer Werner Ludescher, der seit Kurzem nach Schwarzach versetzt wurde, aber mit dem Lauteracher Sozialzentrum weiter verbunden ist, nahm die kirchliche Segnung vor. Ivo Bonev und Mila Meusburger sorgten für die musikalische Umrahmung. STP
Zahlen zum neuen Sozialzentrum
Durch Aufstockung und Zubauten wurden jetzt 25 neue Intensivbetten geschaffen.
Gleichzeitig entstanden in einem Zubau 23 betreute Wohnungen und in einem weiteren Objekt eine Wohngemeinschaftsgruppe mit 15 Zimmern.
Statt wie bisher 52 Pflegeplätze ab Stufe vier werden somit künftig im erweiterten Sozialzentrum 115 Bewohnerinnen und Bewohner mit unterschiedlichem Pflegebedarf aller Stufen betreut werden.
