Ein Hochfest der Musikvereine

Das 18. Landesmusikfest wurde im Zentrum und auf dem Brauereigelände in Frastanz ausgetragen
Frastanz Zu den Höhepunkten der Feiern rund um das 100jährige Bestehen des Vorarlberger Blasmusikverbandes gehörte das erste Landesmusikfest seit dreißig Jahren. Für die beteiligten 3000 Musikantinnen und Musikanten war schon der Anmarsch von der Mittelschule zum Gemeindepark in zwischen 120- bis und 200köpfigen Blöcken ein besonderes Erlebnis.

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Begrüßt und vorgestellt hat die mit klingendem Spiel einziehenden Musikanten aus den Regionen Walgau, Jagdberg, Blumenegg, Bludenz & Umgebung, Klostertal & Arlberg, Groß- und Kleinwalsertal, Vorderwald, Mittel- und Hinterbregenzerwald. Leiblachtal Bregenz & Umgebung, Rheindelta, Hofsteig, Dornbirn, Hohenems & Feldkirch, Kummenberg, Ran kweil & Umgebung, Vorderland, Außer- und Innermontafon der Dorener Bgm. Guido Flatz. Als Moderator ließ er auch Landesobmann Wolfram Baldauf, Bgm. Walter Gohm und LH Markus Wallner für Grußworte ans Mikrofon.

Grße Klangwolke
Richtiges Gänsehautgefühl kam bei allen, den Tafelträger:innen, Fähnrichen, Fest- und Stabführern, aber auch den Ehrengästen und etlichen Musikfreunden beim Gesamtchor auf. „Was wir jetzt machen, funktioniert eigentlich nicht, weil es kein Marsch ist“, stimmte Christoph Walter die zwischendurch mit dem ihren Instrumenten hoch über ihren Köpfen grüßenden Aktiven auf eine besondere Herausforderung ein.

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Der Schweizer Komponist, Arrangeur, Dirigent und Produzent ließ nach kurzer Probe sein schon beim Weltrekord auf beiden Seiten des Rheins gespieltes modernes Stück „Harmonie der Blasmusik“ spielen. Das gelang bestens, ebenso wie das gemeinsame Spielen von Montafoner Marsch, Vorarlberg Marsch, Dir zum Gruß Land Vorarlberg, Mein Österreich und die Europa-Hymne.

Starke Überraschungen
„Das ist eine totale Freude, eine unglaubliche Stimmung“ zeigte sich Landesobmann Wolfram Baldauf bei dem von Musiker Philipp Lingg nicht nur moderierten Festveranstaltung im großen Zelt auf dem Brauereigelände begeistert. Wenige Wochen vor der letezten Jubiläumsveranstaltung nahm er es nach zweiundzwanzig Jahren im Amt als spezielle Abschiedsparty. Der sonst souveräne Redner war kurz darauf allerdings sprachlos, als ihm LH Markus Wallner („Ohne dich gäbe es keine Militärmusik mehr!“) das Goldene Verdienstzeichen des Landes überreichte.

Dass Bürgermeister Walter Gohm Frastanz als „Bierhauptstadt“ bezeichnete war keine Überraschung, sehr wohl jedoch der halbe Krug Bockbier, den Dir. Kurt Michelini aus besonderem Anlass ausschenken ließ. Zum offiziellen Teil gehörten auch ein Auftritt von Sängerin Ina Wolf mit ihrem aufs Schnarchen bezogenen Titel „Bettgeflüster“ sowie die Interpretation von „Die Fischerin vom Bodensee“, „Uf da Bearga isch mi Leaba“ und „Vo Mello Bis Ge Schoppernou“ zusammen mit Phillip Lingg. Im inoffiziellen Teil des Festes zeigten sehr viele Musikant:innen, welche Stimmungkanonen sie sind. AME

