HC Walter Buaba auf Play-off-Kurs: Dritter Heimsieg in Serie entfacht neue Hoffnung

Heimat / 19.01.2026 • 11:40 Uhr
Jubel beim Meister: Walter Buaba siegen gegen Hohenems.
Jubel beim Meister: Walter Buaba siegen gegen Hohenems.Thomas Knobel

Der Meister bangt aber noch um ein Ticket in der heißen Phase.

Rankweil Es läuft beim Meister HC Walter Buaba. Mit einem starken 4:2-Sieg gegen den SC Hohenems 2 holt sich die Mannschaft aus Rankweil nicht nur wichtige drei Punkte, sondern auch das Momentum im heißen Endspurt des Grunddurchgangs. Noch nie in dieser Saison war man in der Tabelle so weit vorn platziert. Die Play-offs – zu Beginn der Saison kaum mehr als ein mutiger Wunsch – sind nun zum realistischen Ziel geworden.

Dritter Heimerfolg in Serie für den Champion.
Dritter Heimerfolg in Serie für den Champion.

Und das trotz denkbar schwieriger Voraussetzungen. Mit Sven Grasböck (private Gründe), Matthias Grabner (krank) und Stefan Tyrol (verhindert) fehlten gleich drei tragende Säulen. Der Kader war auf das Minimum reduziert: Gerade einmal 15 Feldspieler, dazu noch fünf Verteidiger sowie zwei Torhüter standen zur Verfügung.

Klassepartie zwischen Walter Buaba und Hohenems.
Klassepartie zwischen Walter Buaba und Hohenems.

Trainer Andreas Beiter zeigte keine Scheu, auch unkonventionelle Lösungen zu wählen. So wurde Niklas Felder kurzerhand von der zweiten Mannschaft in die erste Abwehrreihe zurückbeordert – und überzeugte mit einer couragierten Vorstellung.

Viele Zweikämpfe und Torszenen gab es zu sehen.
Viele Zweikämpfe und Torszenen gab es zu sehen.

Die entscheidenden Akzente setzten zwei Spieler, die den Unterschied machten: Herbert Weratschnig, Neuzugang aus Silz, traf doppelt und zeigte eindrucksvoll, warum man ihn geholt hat. Ebenfalls zwei Treffer gingen auf das Konto von Philipp Bali, der mit Übersicht, Tempo und Kaltschnäuzigkeit glänzte. Viele Chancen blieben ungenutzt.

Zwei Tore für Hohenems reichten nicht zum Punktgewinn.
Zwei Tore für Hohenems reichten nicht zum Punktgewinn.

Mit dem Sieg halten die Walter Buaba nun Kurs auf die Play-offs – aber der Weg bleibt steinig. Während der EHC Hard bereits fix als Sieger des Grunddurchgangs feststeht, ist der Kampf um die restlichen drei Plätze ein offenes Rennen. Der amtierende Meister zittert, auch das Rheintal Future Team, Lindenberg, Montafon, Ice Tigers Dornbirn und sogar Schlusslicht Hohenems haben noch reelle Chancen – oder zumindest Hoffnung.

Kampf um jeden Zentimeter.
Kampf um jeden Zentimeter.

Ein Knackpunkt: Walter Buaba haben bereits zwei Spiele mehr absolviert als viele Konkurrenten. Das bedeutet: Kein Spiel darf mehr verloren gehen. Die verbleibenden Partien gegen Montafon (Sonntag, 1. Februar, Heimspiel um 18 Uhr) und auswärts bei den Ice Tigers (Sonntag, 7. Februar) werden zur finalen Reifeprüfung.

Doch eines ist sicher: Die Mannschaft hat Charakter gezeigt – und sich selbst zurück ins Rennen gebracht. Wenn sie diesen Weg weitergeht, sind die Play-offs mehr als nur ein Traum. Sie sind greifbar nahe. VN-TK