Großes Faschingstreiben in Ludesch

Über 100 Kinder feierten beim närrischen Räbaschwänz-Umzug mit.
Ludesch Mit dem Ruf „Jöri, Jöri, Räbaschwänz!“ machte die Ludescher Fasnatzunft in den närrischen Tagen wieder lautstark auf sich aufmerksam. standen die Jüngsten im Mittelpunkt: Über 100 Kinder folgten der Einladung der „Räbaschwänz“ zum Kindernachmittag im weit geöffneten Valünasaal. Beim Basteln, Zeichnen, Tanzen und bei Ballspielen wurde ausgelassen gefeiert und für beste Unterhaltung gesorgt.

Am Samstagnachmittag zog dann der bunte Faschingsumzug durch das Dorf. Mehr als 30 Gruppen aus dem gesamten Oberland nahmen daran teil, darunter auch mehrere geschmückte Wagen, gezogen von großen Traktoren. „Unser Umzug ist besonders für Kindergarten- und Schulkinder gedacht, dazu kommen viele Faschingsgruppen. Wichtig ist, dass in der fünften Jahreszeit Freude und Humor vorherrschen und der alemannische Faschingsbrauch lebendig bleibt“, betonte Obmann Roman Walser.

Angeführt von den Räbaschwänz präsentierten sich bunt kostümierte Kinder, Raumfahrer, fantasievoll verkleidete Gruppen und Guggenmusiken. Aktuelle Themen wurden dabei ebenso humorvoll aufgegriffen wie lokale Besonderheiten: Die „Fraua von Ludesch“ traten als verrückte Vögel auf, die Bürgermeister als Bauarbeiter, die Ludescher Senioren als letzte Hippies des Dorfes. Auch Reiterinnen und Reiter nahmen mit Augenzwinkern Bezug auf Reitgebühren in den Wäldern, während Gruppen in Rokokogewändern und zahlreiche Kinder die geworfenen „Gutsele“ einsammelten.

Die „Frascht’ner Schellar“ gehörten ebenso dazu, wie die „Kriasistinker“ aus Thüringen. Den Abschluss bildeten dann einige Themenwägen, die mit Rauch und dröhnender Musik vorüber zogen. Das Ganze endete dann am Ludescher Gemeindeplatz bei Glühmost und Wienerle, bevor die Samstagnacht den tanzfreudigen Mäschgerle gehörte. HAB







