Zwischen Jazz, Olympia und Fasching – der VN-Überblick für die kommenden Tage

Vorarlberg / 13.02.2026 • 10:50 Uhr
Zwischen Jazz, Olympia und Fasching – der VN-Überblick für die kommenden Tage

Was es dieses Wochenende (und darüber hinaus) in Vorarlberg alles zu erleben gibt.

In Vorarlberg passiert viel. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Daher gehen die VN jeden Freitag weit über das Format der bloßen Event-Ankündigung hinaus. Persönlich und kompetent geben Redakteurinnen und Redakteure ihre Empfehlungen für Familienunternehmungen, Sport, Kultur, Events, Gastronomie, Bücher, Musik und mehr ab.

Jöri, Jöri, Kuttlablätz

Zwischen Jazz, Olympia und Fasching – der VN-Überblick für die kommenden Tage
Julia Böcken ist Bezirksredakteurin von Bludenz, sucht die Freiheit in den Bergen und entdeckt gerne neue Orte.

Am Wochenende übernehmen die Narren das Kommando in Bludenz und lassen die fünfte Jahreszeit hochleben. Am Samstag, 14. Februar, sorgt die Jöri-Meile in der Innenstadt für närrisches Treiben. Ab 9 Uhr erwarten die dekorierten Geschäfte die Jöris, um 14 Uhr stürmen die Narren den Rathausplatz. Anschließend zieht ein Festzug vom Postplatz zum Riedmillerplatz, wo die Schlüsselübergabe gefeiert wird.

Danach steigt die Jöriparty in den Lokalen der Stadt. Die Funkenzunft Bludenz sorgt den ganzen Tag über für Musik und Bewirtung. Am Sonntag, 15. Februar, geht es mit dem Jöri-Umzug gleich weiter: Bunte Wägen und Fußtruppen füllen ab 14 Uhr die Bludenzer Innenstadt. Anschließend wird bei der Jöri-Party in der Mühlgasse weiter gefeiert. Im Zusammenhang mit den Faschingsveranstaltungen kommt es im Stadtgebiet zeitweise zu Straßensperren und Verkehrsbehinderungen.

Ein herzlicher Empfang

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Christian Adam ist Sportchef bei den VN. Sein Herz schlägt für den Fußball, seine Expertise geht jedoch weit darüber hinaus. Seinen jeden Samstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Mit knapp zweieinhalb Jahren ist sie das erste Mal auf den Skiern gestanden. Aufgewachsen rund um den Luggi-Leitner-Lift, gelegen auf dem Pfänderrücken zwischen den Gemeinden Scheidegg und Möggers, unmittelbar beim ehemaligen Zollamt Weienried. Nun darf sich das legendäre Liftstüble damit schmücken, winterliche Rückzugort einer Olympiasiegerin gewesen zu sein. Am Valentinstag (14. Februar) steigt nun in Möggers die große Sause für die Goldmedaillengewinnerin bei den Olympischen Winterspielen Milano/Cortina 2026. Und es darf schon jetzt angenommen werden, dass beim Empfang von Ariane Rädler, die im Super G eine zweite Medaille nur um eine Hundertstel verpasste das gesamte Dorf auf den Beinen sein wird. Die 31-Jährige schrieb bei den noch laufenden Titelkämpfen im Zeichen der Fünf Ringe eine ähnliche Geschichte wie vor vier Jahren Johannes Strolz. Es ist die Erfolgsstory einer Rennläuferin, die körperliche und seelische Schmerzen wegstecken musste, um sich ihren Traum von einer olympischen Goldmedaille zu erfüllen. Nach drei Rennen in Cortina kehrt Rädler nun zurück in ihre Heimatgemeinde. Um 14 Uhr beginnt die Veranstaltung in der Turnhalle in Möggers, bei schließlich alle Fans die Möglichkeit haben werden, mit der sympathischen Skirennläuferin persönlich ins Gespräch zu kommen. Und natürlich erfüllt Ariane Rädler alle Autogrammwünsche.

Auch einmal fünfe gerade sein lassen

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Michael Prock ist Politik-Leiter bei den VN, Vater einer sechsjährigen Tochter, Fußballer und ein großer Freund der Popkultur. Seinen jeden Freitag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Kriege, Teuerung, Klimawandel, Chaos in den USA … die Welt spielt verrückt. Umso schöner ist es, die Ernsthaftigkeit für ein paar Stunden hinter sich zu lassen und das Leben ausgelassen zu feiern. Genau deshalb mag ich den Fasching. Man darf auch einmal fünfe gerade sein lassen. Dieses Wochenende bietet dafür die letzte Gelegenheit.

Allerdings stellt das selbst die größten Bekleidungsexpertinnen und -experten vor Herausforderungen. Am Freitag beim Läbbeball empfiehlt sich ein leichtes Kostüm. Schließlich sprechen wir von einer großen Indoor-Party mit vielen Menschen und Musik bis weit nach Mitternacht. Am Samstag und Sonntag braucht es andere Outfits. Es soll kalt und nass werden. Egal. Im ganzen Land ziehen die Narren durch die Straßen: von Bregenz über Wolfurt, Götzis, Bezau bis Bürs.

Am Montag wird die Kostümfrage zur strategischen Entscheidung. Einerseits ist man bei der Freinacht in Hohenems draußen unterwegs, tingelt von Bar zu Bar. Andererseits ist es drinnen voll und heiß. Je weniger Stoff, desto besser.
Am Dienstag wird es zum Abschluss familiär: Der Umzug in Haselstauden mit Kindern ist jedes Jahr ein besonders netter Ausklang. Danach bleibt noch genug Zeit für den Ernst des Lebens.

„jazz inklusiv“ in Götzis

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Andreas Marte leitet die Kulturredaktion der VN, wo er seine größte Leidenschaft – neben seiner Familie – zu seinem Beruf gemacht hat. Seinen jeden Donnerstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Am Freitagabend treffen im Vereinshaussaal in Götzis Ambach mehrere Formationen der tonart Musikschule aufeinander. Die Spannweite reicht von ersten Bühnenerfahrungen junger Einsteigerinnen und Einsteiger bis hin zur tonart Bigband, die mit dichtem Klangbild, präzisen Arrangements und klassischem Bigband-Sound für einen stabilen Rahmen sorgt. Dieser bildet zugleich den Bezugspunkt für das weitere Programm des Abends.

Dazwischen präsentieren sich die Nachwuchsbands The Groovies, Sharpsun, Blue Silk Shirts, New Band und The Breeze. Sie bewegen sich sicher zwischen Jazz, Soul, Funk und Pop, erkennbar neugierig und mit wachsender Eigenständigkeit im Ausdruck. Einen besonderen Akzent setzt der Auftritt der Liechtensteiner Inklusionsband „All inclusive -Superband“. Ihr Zusammenspiel zeigt, wie produktiv musikalisches Arbeiten jenseits gängiger Zuschreibungen sein kann. Unterschiedliche Voraussetzungen treten hier nicht in den Vordergrund, vielmehr entsteht ein gemeinsamer musikalischer Raum, getragen von Aufmerksamkeit und gegenseitigem Zuhören.

So verschieden die beteiligten Ensembles auch sind, sie verbindet ein gemeinsames Verständnis von Musik als Lernfeld und als Ort des Austauschs. „jazz inklusiv“ wird damit zu mehr als einer Abfolge einzelner Beiträge. Das Konzert findet kurz vor dem Auftakt von „jazzambach 2026“ statt, das am kommenden Mittwoch beginnt.

Kein Fasching, aber auch schön bunt

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Andreas Scalet ist Leiter der VN-Wirtschaftsredaktionund dem Fasching und dem Sport nicht abgeneigt, ist aber auch der Kunst abseits des Kunsthandels zugetan.

Die nächsten Tage wird es nicht ganz einfach sein, dem allgemeinen Frohsinn zu entkommen, bevor wir uns am Mittwoch in Sack und Asche kleiden. Zwischen den verschiedenen Umzügen bleibt aber auch etwas Zeit, um sich dem allgemeinen Rummel zu entziehen und auch den ebenfalls omnipräsenten Olympischen Spielen eine Pause zu verordnen. Wer dennoch gerne bunte Menschen sehen möchte, die auch sportlich sind, dem sei ein Besuch im nahen Rorschach empfohlen. Dort treffen sich Sport und Verkleidung hochkreativ.

Die aktuelle Hauptausstellung im Forum Würth Rorschach „Sport und Freizeit in Werken der Sammlung Würth“ beschäftigt sich nämlich mit Freuden und Herausforderungen, welche Sport oder Spiel mit sich bringen. Und es ist Allgemeinwissen, dass Sport bevorzugt in buntem Gewand ausgeübt wird. Diese Kombination ist in dem Kunsttempel am Schweizer Bodenseeufer aus Sicht von Künstlern wie Max Bill, Fernando Botero, George Grosz, Alfred Hrdlicka, Jean Tinguely, Tomi Ungerer und Erwin Wurm zu besichtigen. Ein echtes Erlebnis und das auch noch zum Nulltarif. Ore Ore.

Zwei Worte, die dein Leben verändern

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Paloma Mock ist Jungredakteurin bei VOL.AT, liebt Fantasy-Bücher, entdeckt beim Gaming neue Welten und trinkt am liebsten Grüntee. Ihren jeden Donnerstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Mit „Die LET THEM Theorie“ stellen Mel und Sawyer Robbins einen ebenso schlichten wie wirkungsvollen Gedanken ins Zentrum: Der Schlüssel zu mehr Gelassenheit liegt in zwei Worten – „Lass sie“. Gemeint ist die bewusste Entscheidung, andere Menschen nicht kontrollieren zu wollen. Wer akzeptiert, dass Meinungen, Erwartungen und Handlungen außerhalb der eigenen Einflusszone liegen, spart Energie und richtet den Fokus zurück auf das eigene Leben. Mel Robbins, die mit Motivationsthemen international bekannt wurde, verbindet persönliche Erfahrungen mit psychologischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie beschreibt nachvollziehbar, wie sehr wir uns im Alltag an Reaktionen, Bewertungen oder am Verhalten anderer aufreiben – im Beruf, in Freundschaften, in Partnerschaften oder in der Familie.

Die „Let Them“-Haltung soll helfen, Vergleiche zu beenden, Selbstzweifel zu reduzieren und klarere Grenzen zu setzen. Das Buch arbeitet mit konkreten Beispielen und praktischen Impulsen, die zeigen, wie sich das Prinzip Schritt für Schritt anwenden lässt. Der Ton bleibt zugänglich, ohne ins Vereinfachende abzurutschen. „Die LET THEM Theorie“ ist damit weniger ein lauter Motivationsruf als eine Einladung, Verantwortung für die eigene Haltung zu übernehmen – und genau darin liegt seine Stärke.