Fasnat-Gottesdienst und Gugga-Spektakel

Mit Humor gewürzte “Narrenmesse” und große Auftritte von Guggamusigen in Feldkirch.
Feldkirch Als sehr ansprechenden Gottesdienst gestaltete Dompfarrer Fabian Jochum die traditionelle “Narrenmesse”. Der kostümierte Seelsorger ergänzte die liturgischen Texte durch vertiefende Anmerkungen und ließ die Ministrantinnen im Sinne des Evangeliumstextes “ihr seid das Licht der Welt” kleine elektrische Leuchten an einige Messbesucher verteilen. Später bat er darum, die Lichter bei der Gabenbereitung zum Altar zu bringen, aber keine Angst: “Ihr könnt sie am Ende der Messe wieder holen”.

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Speziell waren auch die musikalischen Teile des Gottesdienstes. Den größeren Teil begleitete eine Abordnung der Stadtmusik Feldkirch unter der Leitung von Jonathan Scheriau, mit dem Jochum mehr als einen Dialog führte: “Sollen die Messbesucher mitsingen” fragte er den als Mönch kostümierten Kapellmeister und verriet die richtige Seite im Gotteslob, nachdem Scheriau zur Bedingung gemacht hatte: “nur, wenn sie den Text künnand”. Als musikalische Begleitung zur Gabenbereitung gab es übrigens “Sweet Caroline” von Neil Diamond. “Wie viele Strophen kannst du”, fragte Scheriau Jochum vor dem “Großer Gott, wir loben dich”, der sich an elf zu erinnern glaubte. Zum Auszug erntete die Stadtmusik-Abordnung viel Applaus und Jubel für ihre Interpretation von “Amen” und “Oh when the saints”.
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Bei einem Lied begleitete der Dompfarrer sich und die Messbesucher selber auf dem Keyboard, beim Lied “Ja, freutet euch im Herrn” lud er erfolgreich zum Mitklatschen ein. Der Seelsorger brachte neben spirituellen Gedanken wie “lass und die als Geheimnis erfahrene Liebe Jesu auch im Alltag erleben” auch zwei zum Schmunzeln anregende, zum Fasching passende Geschichten:

Den Druckfehler in einem Gesangsbuch, wo es anstatt “Alle Wesen preisen dich mit Macht” hieß: “Alte Wesen preisen dich mit Macht”. Und die Erinnerung an eine Nonne, die bei “Du umgürtest mich mit Kraft” von “umrühren” sang. Ein weiterer Tribut an die Fasnat war die Einladung an die Messbesucher nach dem Gottesdienst ins Pfarrhaus zu kommen, wo die Ministrantinnen selbst gebackene Polsterzipfel und Getränke gegen eine freiwillige Spende abgaben.
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Guggamusiken und Showauftritte
In der Stunde vor der “Narrenmesse” sorgten “Guggenmusiga” wie die Zürcher “S-Bahn-Flüsterer”, die “Weinhere Schränzer Riedholz”, die Montafoner “Moltaschorri”, die “Paulusschränzer Lozärn”, und die Rankler Chaos Tätscher” mit Showauftritten für viel Stimmung in der Marktgasse und auf dem Sparkassenplatz. Aber auch die “Notenschalper Waqlisellen”, die “Guggesuuser Diana” aus Berneck, die “Bleandastöber” aus Oberriet, der “Fanfarenzug Kakadu” und die “Schänli-Fägar” aus Basel waren mit von der Partie.

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Zu den vielen Zuhörer:Innen auf dem Sparkassenplatz gehörten Ortsvorsteher a.D. Herbert Sonderegger und seine Frau Silvana. Sie lernten dabei Josef Pichorner aus Berlin kennen, der erstmals Gugamusik erlebte und davon sehr angetan war. Er bot den Sondereggers und dem VN Heimat-Berichterstatter Mannerschnitten an: “Die kaufe ich jedes Mal, wenn ich in Österreich bin”.

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Nach dem Gottesdienst zogen die Guggen mit viel Spielfreude am Dom vorbei, später verteilten sie sich auf Dom- und Sparkassenplatz sowie eine Tribüne in der Marktgasse. Dort genossen auch die als Hühnervieh verkleideten Sonja und Guntram Elsensohn aus Ludesch das Spektakel, inklusive der Moderation ihres Sohnes Patrick “Giggi” Elsensohn. Auf dem Doplatz moderierte sehr gekonnt “Spältabürger”-Gönner Peter Ulmer, der spontan als Ersatz eingesprungen war. Um 23 Uhr schließlich verlagerten die Guggamusigen ihr Treiben ins Alte Hallenbad, wo es noch hoch herging. AME


























































