Die schönsten Bilder: So verwandelten 3000 Mäschgerle Feldkirch in eine Faschingshochburg

Beim größten Faschingsumzug Vorarlbergs verwandelten 78 Gruppen mit rund 3000 Mäschgerle die Feldkircher Innenstadt in eine närrische Hochburg – bejubelt von 10.000 Besucherinnen und Besuchern. Die VN waren mittendrin und haben die schönsten Momente eingefangen.
Darum geht’s:
- Feldkirch verwandelt sich in Faschingshochburg mit 78 Gruppen.
- 200 Ehrenamtliche organisieren Vorarlbergs größten Faschingsumzug und sorgen für reibungslosen Ablauf.
- Premiere: Stammzelltypisierung für “Geben für Leben”.
Feldkirch Emil ist sechs Jahre alt, trägt eine schwarze Perücke, Schminke im Gesicht und steht gemeinsam mit seiner Mama Jenny Ender am Rand der Feldkircher Innenstadt. Gleich beginnt Vorarlbergs größter Faschingsumzug und mit ihm ein bunter Ausnahmezustand.
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Zusammen mit ihrer Gruppe vom Volleyballclub Rankweil sind sie als die Rockband “Kiss” unterwegs. Für Emil ist klar, was den Faschingsumzug so besonders macht: „Dass man sich verkleiden darf – und dass es Zuckerl gibt”, verrät er den VN.

Hexen, Feen, Tiere, Fantasiefiguren und Guggenmusiken ziehen an diesem Sonntag durch die Montfortstadt. Feldkirch steht Kopf, ist laut, bunt und voller Leben. 78 Gruppen mit insgesamt 3000 Mäschgerle aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein verwandeln die Stadt in eine Hochburg der fünften Jahreszeit, umsäumt und bejubelt von rund 10.000 Besucherinnen und Besuchern, die entlang der Straßen mitfeiern.

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Organisiert wird das Spektakel von den Spältabürger Feldkirch. Präsident Mathias Fazekas weiß, wie viel Arbeit hinter dem Umzug steckt: „Wir beginnen mit den Vorbereitungen bereits im Jänner, teilweise sogar schon in der Weihnachtszeit.” In die Vorbereitungen seien etwa 150 Ehrenamtliche eingebunden. “Polizei, Samariterbund, Feuerwehr und weitere Helfer sorgen dafür, dass alles reibungslos abläuft.”



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Der Einsatz lohnt sich für ihn und sein Team, vor allem wegen der Menschen, wie er betont: „Das Schönste ist, wenn man das Lachen im Gesicht der Leute sieht“, sagt Fazekas. Besonders berühre ihn, wenn Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigung strahlen. „Wenn man ihnen ein Grinsen ins Gesicht zaubern kann, ist das für mich das Größte überhaupt.“

Auch Graf Rudolf IX. von Montfort, alias Hubert Schwarz, mischt sich unter das närrische Volk. Schon am Vormittag hatte Bürgermeister Manfred Rädler (ÖVP) im großen Festsaal des Rathauses bei der traditionellen Schlüsselübergabe symbolisch die Macht an die Spältabürger übergeben. Nun regiert der Graf über Feldkirch – zumindest für die närrischen Tage: “Beim Fasching geht es darum, Menschen über alle Grenzen hinweg zusammenzubringen – unabhängig von Parteien, Alltag und Sorgen.”



Zahlreiche Ehrenamtliche sorgen für reibungslosen Ablauf
Damit das Fest sicher bleibt, sind zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort. Neben der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr ist auch der Samariterbund mit einem großen Team im Einsatz. Samuel Kogler, Einsatzleiter und Notfallsanitäter, erklärt: „Wir sind mit rund 20 Sanitäterinnen und Sanitätern hier – alle ehrenamtlich. Unsere Aufgabe ist es, für Sicherheit zu sorgen und schnell helfen zu können, falls etwas passiert.“ Meist handle es sich glücklicherweise nur um kleinere Verletzungen wie umgeknickte Knöchel, vereinzelt auch um alkoholbedingte Zwischenfälle.


Eine besondere Aktion feiert heuer Premiere: Gemeinsam mit dem Samariterbund wird beim Faschingsumzug erstmals eine Stammzelltypisierung im Rahmen von „Geben für Leben“ angeboten – unter anderem für den zwölfjährigen Matteo, der an Leukämie erkrankt ist und dringend einen passenden Spender sucht.

Rettungssanitäterin Phoebe Jenny erklärt, wie einfach Mitmachen ist: „Man registriert sich mit dem Handy und macht einen kurzen Wangenabstrich. Das dauert nur ein paar Minuten.“ Ein kleiner Aufwand für die Besucher, der für Betroffene lebensentscheidend sein kann.
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Ausgelassene Stimmung und närrisches Treiben verbinden sich an diesem Faschingssonntag mit Solidarität und Gemeinschaftssinn. Rund 13.000 Mäschgerle verwandelten die Montfortstadt in ein buntes, lautes und zugleich verbindendes Spektakel. Bevor am Faschingsdienstag, am 17. Februar, der Höhepunkt der fünften Jahreszeit erreicht ist, bleibt Feldkirch fest in Narrenhand.
Alle Bilder des Feldkircher Faschingsumzugs:



































































































Der VOL.AT-Liveticker zum Nachlesen: www.vol.at/im-liveblog-fasching-fuer-die-ganze-familie-bunte-umzuege-am-wochenende/9971708