Die schönsten Bilder: So verwandelten 3000 Mäschgerle Feldkirch in eine Faschingshochburg

Vorarlberg / 08.02.2026 • 17:10 Uhr
Die schönsten Bilder: So verwandelten 3000 Mäschgerle Feldkirch in eine Faschingshochburg
Tausende Mäschgerle verwandelten die Feldkircher Innenstadt in eine Hochburg der fünften Jahreszeit.Fotos: VN/Roland Paulitsch, Mirijam Haller

Beim größten Faschingsumzug Vorarlbergs verwandelten 78 Gruppen mit rund 3000 Mäschgerle die Feldkircher Innenstadt in eine närrische Hochburg – bejubelt von 10.000 Besucherinnen und Besuchern. Die VN waren mittendrin und haben die schönsten Momente eingefangen.

Darum geht’s:

  • Feldkirch verwandelt sich in Faschingshochburg mit 78 Gruppen.
  • 200 Ehrenamtliche organisieren Vorarlbergs größten Faschingsumzug und sorgen für reibungslosen Ablauf.
  • Premiere: Stammzelltypisierung für “Geben für Leben”.

Feldkirch Emil ist sechs Jahre alt, trägt eine schwarze Perücke, Schminke im Gesicht und steht gemeinsam mit seiner Mama Jenny Ender am Rand der Feldkircher Innenstadt. Gleich beginnt Vorarlbergs größter Faschingsumzug und mit ihm ein bunter Ausnahmezustand.

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Zusammen mit ihrer Gruppe vom Volleyballclub Rankweil sind sie als die Rockband “Kiss” unterwegs. Für Emil ist klar, was den Faschingsumzug so besonders macht: „Dass man sich verkleiden darf – und dass es Zuckerl gibt”, verrät er den VN.

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Rockstars: Emil (6) und Mama Jenny Ender waren mit dem Volleyballclub Rankweil als “Kiss” unterwegs.Roland Paulitsch

Hexen, Feen, Tiere, Fantasiefiguren und Guggenmusiken ziehen an diesem Sonntag durch die Montfortstadt. Feldkirch steht Kopf, ist laut, bunt und voller Leben. 78 Gruppen mit insgesamt 3000 Mäschgerle aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein verwandeln die Stadt in eine Hochburg der fünften Jahreszeit, umsäumt und bejubelt von rund 10.000 Besucherinnen und Besuchern, die entlang der Straßen mitfeiern.

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3000 Mäschgerle sorgten für ein buntes Treiben.Roland Paulitsch

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Ella (4) als Minnie Maus und Oma Andrea als flotte Biene bestaunten die bunten Gruppen. Roland Paulitsch

Organisiert wird das Spektakel von den Spältabürger Feldkirch. Präsident Mathias Fazekas weiß, wie viel Arbeit hinter dem Umzug steckt: „Wir beginnen mit den Vorbereitungen bereits im Jänner, teilweise sogar schon in der Weihnachtszeit.” In die Vorbereitungen seien etwa 150 Ehrenamtliche eingebunden. “Polizei, Samariterbund, Feuerwehr und weitere Helfer sorgen dafür, dass alles reibungslos abläuft.”

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Spälta, Spälta hoch! Spältabürger-Präsident Mathias Fazekas und Graf Rudolf IX. von Montfort (Hubert Schwarz) mitten im närrischen Geschehen.Roland Paulitsch
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Wild, auffällig und bestens gelaunt: Jenny Luschnig (v.l.), Laura Peter und Michelle Meier.Roland Paulitsch
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Als Füchsle unterwegs: Ida (10) und Papa Thomas Bertsch, der den großen Umzug moderierte. Roland Paulitsch

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Der Einsatz lohnt sich für ihn und sein Team, vor allem wegen der Menschen, wie er betont: „Das Schönste ist, wenn man das Lachen im Gesicht der Leute sieht“, sagt Fazekas. Besonders berühre ihn, wenn Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigung strahlen. „Wenn man ihnen ein Grinsen ins Gesicht zaubern kann, ist das für mich das Größte überhaupt.“

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Die Polizei sorgte für Sicherheit: Markus Berchtold (v.l.), Karel Müller-Peron und Kurt Mayer.Roland Paulitsch

Auch Graf Rudolf IX. von Montfort, alias Hubert Schwarz, mischt sich unter das närrische Volk. Schon am Vormittag hatte Bürgermeister Manfred Rädler (ÖVP) im großen Festsaal des Rathauses bei der traditionellen Schlüsselübergabe symbolisch die Macht an die Spältabürger übergeben. Nun regiert der Graf über Feldkirch – zumindest für die närrischen Tage: “Beim Fasching geht es darum, Menschen über alle Grenzen hinweg zusammenzubringen – unabhängig von Parteien, Alltag und Sorgen.”

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Als legendäre Rockband Kiss verkleidet, sorgte diese Gruppe für ordentlich Stimmung.Roland Paulitsch
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Sorgten für das leibliche Wohl: Dunja Kühne und Roswitha Kühne von den Spältabürger.Roland Paulitsch
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“Auf die Liebe!”: Renate (v.l.), Amrei, Martin und Mona.VN

Zahlreiche Ehrenamtliche sorgen für reibungslosen Ablauf

Damit das Fest sicher bleibt, sind zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort. Neben der Polizei und der Freiwilligen Feuerwehr ist auch der Samariterbund mit einem großen Team im Einsatz. Samuel Kogler, Einsatzleiter und Notfallsanitäter, erklärt: „Wir sind mit rund 20 Sanitäterinnen und Sanitätern hier – alle ehrenamtlich. Unsere Aufgabe ist es, für Sicherheit zu sorgen und schnell helfen zu können, falls etwas passiert.“ Meist handle es sich glücklicherweise nur um kleinere Verletzungen wie umgeknickte Knöchel, vereinzelt auch um alkoholbedingte Zwischenfälle.

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Der Umzug ist jedes Jahr ein Publikumsmagnet.Roland Paulitsch
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Luisa Rico (l.) und Monika Frei von der Feuerwehr Schwellbrunn (Kanton Appenzell Ausserrhoden) unterstützten die Feuerwehr Feldkirch. Mirijam Haller

Eine besondere Aktion feiert heuer Premiere: Gemeinsam mit dem Samariterbund wird beim Faschingsumzug erstmals eine Stammzelltypisierung im Rahmen von „Geben für Leben“ angeboten – unter anderem für den zwölfjährigen Matteo, der an Leukämie erkrankt ist und dringend einen passenden Spender sucht.

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Phoebe Jenny und Samuel Kogler vom Samariterbund waren gemeinsam mit rund 20 ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen im Einsatz – unter anderem für die Stammzelltypisierung mit „Geben für Leben“.Roland Paulitsch

Rettungssanitäterin Phoebe Jenny erklärt, wie einfach Mitmachen ist: „Man registriert sich mit dem Handy und macht einen kurzen Wangenabstrich. Das dauert nur ein paar Minuten.“ Ein kleiner Aufwand für die Besucher, der für Betroffene lebensentscheidend sein kann.

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Beim Umzug konnte man sich typisieren lassen. Mirijam Haller

Ausgelassene Stimmung und närrisches Treiben verbinden sich an diesem Faschingssonntag mit Solidarität und Gemeinschaftssinn. Rund 13.000 Mäschgerle verwandelten die Montfortstadt in ein buntes, lautes und zugleich verbindendes Spektakel. Bevor am Faschingsdienstag, am 17. Februar, der Höhepunkt der fünften Jahreszeit erreicht ist, bleibt Feldkirch fest in Narrenhand.

Alle Bilder des Feldkircher Faschingsumzugs:

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Roland Paulitsch

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